Ausschreibung: BIH Charité Clinician Scientist Programm 2019-II

Die Medizinische Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) vergeben im Rahmen des BIH Charité Clinician Scientist Programms ärztliche Weiterbildungsstellen. Das Programm ist ein anerkannter, moderner Karriereweg in der akademischen Medizin, das Ärztinnen und Ärzten eine strukturierte Facharztausbildung mit definiertem Raum für klinische und grundlagenorientierte Forschung ermöglicht.

Förderung

Das Ziel der Weiterbildung ist es, klinisch tätige Mediziner*innen mit einem klar erkennbaren wissenschaftlichen Interesse durch ein strukturiertes, wissenschaftlich und klinisch profiliertes Ausbildungsprogramm zu fördern. Die Weiterbildung erfolgt in einem durch Mentor*innen begleiteten dreijährigen Programm an einer akademisch geleiteten klinischen Einrichtung der Charité, wobei ein mit der/dem zuständigen Dienstvorgesetzten und Kfm. Centrumsleitung fest vereinbarter Anteil der Arbeitszeit ausschließlich der wissenschaftlichen Tätigkeit zur Verfügung steht. Die Ausschreibung richtet sich an vollzeitbeschäftigte Bewerber*innen, die bereits eine klinische Anbindung innerhalb der Charité haben. Bewerber*innen, die aktuell keine Anbindung an die Charité haben, benötigen seitens der aufnehmenden Klinik der Charité eine schriftliche Bestätigung. Für die Durchführung des Clinician Scientist Programms benötigen sie eine Finanzierungbestätigung über den Erhalt einer vollen Stelle zum Förderbeginn. Neben Projekten aus der molekularmedizinischen und klinischen Forschung möchten wir auch Projekte aus den Bereichen der digitalen und personalisierten Medizin fördern.

Frauen werden nachdrücklich aufgefordert, sich für das Clinician Scientist Programm zu bewerben. Für die Vergabe der Clinician Scientist-Stellen wird ein Frauenanteil von 50 Prozent angestrebt.

Die Stellen werden zu 50 Prozent durch das Programm finanziert und müssen zu 50 Prozent weiterhin von der Klinik getragen werden. Von Seiten der Klinik muss außerdem eine 50-prozentige Freistellung vom derzeitigen klinischen Einsatzbereich sichergestellt werden, deren Modus vorab in den individuellen Zielvereinbarungen definiert wird.

Die Eingruppierung erfolgt unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe Ä1/Ä2 auf den Grundlagen des TV-Ärzte Marburger Bund – Charité, befristet auf 3 Jahre mit halber Wochenarbeitszeit.

Außerdem haben Programteilnehmerinnen und -teilnehmer die Möglichkeit, in Absprache mit der Programmleitung ihre Personenförderung um bis zu 18 Monate aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit zu pausieren.

Voraussetzungen

Bewerber*innen müssen zum Zeitpunkt des Förderbeginns über eine mindestens 3-jährige ärztliche Weiterbildung in einem klinischen Gebiet verfügen oder nach bereits abgeschlossener Facharztweiterbildung eine Weiterbildung in einem Schwerpunkt begonnen haben, wobei die Ärztinnen und Ärzte ohne Facharztabschluss vorrangig berücksichtigt werden. Weitere Einstellungsvoraussetzungen sind die abgeschlossene Promotion, eine durch Publikationen nachgewiesene kontinuierliche wissenschaftliche Betätigung sowie eine wissenschaftlich fundierte und erfolgversprechende Projektskizze. Ärztinnen und Ärzte mit abgeschlossener Habilitation oder einer laufenden Drittmittelfinanzierung der eigenen Stelle können wir leider nicht berücksichtigen. Seit Herbst 2016 sind auch Rückkehrer*innen aus dem Ausland antragsberechtigt, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung eine Haushaltsstelle an der Charité – Universitätsmedizin Berlin verbindlich in Aussicht haben.

Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen:

  • Vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular inkl. Projektskizze
  • Lebenslauf inkl. Publikationsverzeichnis
  • Benennung von zwei Mentor*innen

Die Stellen sind ab dem 1. Januar 2020 zu besetzen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das MDC und das BIH treffen die Personal-entscheidungen nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Bei gleicher Eignung werden schwer behinderte Menschen bevorzugt. Außerdem wird eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal angestrebt. Frauen sind nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Für die Vergabe der Clinician Scientist-Stellen wird ein Frauenanteil von 50 Prozent angestrebt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht.

Zur Unterstützung für die Ausschreibung wird die Teilnahme an folgendem Workshop am 04. September 2019 (09:00-12:00) empfohlen: Informationsveranstaltung zu Kriterien robuster und transparenter Wissenschaft.