Ausschreibung: BIH Charité Junior Digital Clinician Scientist Program 2019-1

Die akademische Medizin durchläuft aktuell einen beispiellosen technologischen Wandel. Das Ziel des Junior Digital Clinician Scientist Programms ist es, angehende klinische Wissenschaftler*innen auf die technologischen Herausforderungen vorzubereiten, die mit fortgeschrittenen computergestützten wissenschaftlichen Ansätzen wie Big Data Management, Bioinformatik, quantitative Bildanalyse und künstliche Intelligenz verbunden sind - allesamt unverzichtbare Methoden für die zukünftige datengetriebene Medizin.

Mit dem Junior Digital Clinician Scientist Program können klinisch tätige Mediziner*innen mit einem klar erkennbaren wissenschaftlichen Interesse in einer datengetriebenen Medizin zu Beginn ihrer ärztlichen Weiterbildung gefördert werden und damit den Einstieg in eine kombinierte klinisch-wissenschaftliche Karriere mit Affinität für digitalen Entwicklungen ermöglichen.

Die Förderung

Die Förderung erfolgt mit Unterstützung von Mentor*innen über einen Zeitraum von zwei Jahren an einer akademisch geleiteten klinischen Einrichtung der Charité. Dabei steht ein mit der/dem zuständigen Dienstvorgesetzten und Kfm. Centrumsleitung fest vereinbarter Anteil der Arbeitszeit ausschließlich der wissenschaftlichen Tätigkeit zur Verfügung. Die Ausschreibung richtet sich an vollzeitbeschäftigte Bewerber*innen, die bereits eine klinische Anbindung innerhalb der Charité haben.
Die Stellen werden zu 20 Prozent durch das Programm finanziert und müssen zu 80 Prozent im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung weiterhin von der Klinik getragen werden. Vonseiten der Klinik muss außerdem eine 20-prozentige Freistellung vom derzeitigen klinischen Einsatzbereich sichergestellt werden, deren Modus vorab in den Zielvereinbarungen definiert wird.

Die Voraussetzungen

Bewerber*innen müssen ihre ärztliche Weiterbildung in einem klinischen Gebiet begonnen haben, die Weiterbildungsdauer darf zum 01.07.2019 jedoch nicht mehr als zwei Jahre betragen. Weitere Einstellungsvoraussetzungen sind die abgeschlossene Promotion (Note mindestens „magna cum laude“) und eine wissenschaftlich fundierte und erfolgversprechende Projektskizze.

Um Kandidat*innen bereits während der Antragsgestaltung mit digitalen Expert*innen und Mentor*innen zu vernetzen, wird in Kooperation mit Smart Data Platform und mit Hacking Health Berlin am 05.04.2019 eine „Matching Veranstaltung“ organisiert. Zur Vorbereitung des Antrags empfehlen wir den Kandidat*innen nachdrücklich, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Bei der Veranstaltung sollen Projektideen vorgestellt werden. Digitale Expert*innen geben im Anschluss Feedback und beraten, wie die Projektidee zu einem vollständigen Antrag entwickelt werden kann. Die Anmeldung für die Matching Veranstaltung wird über die Veranstaltungswebseite möglich sein. Damit bereits im Vorfeld potenziell geeignete Expert*innen angesprochen werden können, sind eine Anmeldung bis zum 28.3. und ein kurzes Abstract mit der Projektidee (max. halbe Seite) erforderlich. Weitere Details finden Sie auf der Veranstaltungsseite: https://smartdataforum.de/smart-health-biomedical-innovation/.
Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen:

  • Lebenslauf inkl. Publikationsverzeichnis
  • Benennung von zwei Mentor*innen
  • Vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular inkl. Projektskizze

Die Stellen sind ab dem 1. Juli 2019 zu besetzen

Die Eingruppierung erfolgt unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe Ä1 auf den Grundlagen des TV-Ärzte Marburger Bund – Charité, mit 20 Prozent der vollen Wochenarbeitszeit.
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das BIH treffen die Personalentscheidungen nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Bei gleicher Eignung bevorzugen wir schwer behinderte Menschen. Außerdem wird eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal angestrebt. Frauen sind nachdrücklich aufgefordert sich zu bewerben. Für die Vergabe der Junior Digital Clinician Scientist Stellen strebt das BIH einen Frauenanteil von mind. 50 Prozent an. Bei gleichwertiger Qualifikation werden Frauen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vorrangig berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht.