Fortbildungsinitiative Fakultät: Labfolder – Übung

Während sie die Methoden der biomedizinischen Forschung in den letzten 100 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt haben, werden Forschungsergebnisse im universitären Umfeld größtenteils immer noch so dokumentiert, wie zu Zeiten von Robert Koch und Rudolf Virchow:

In einem Papierbuch werden handschriftliche Notizen angefertigt und Bilder von Westernblots ausgedrückt ausgeschnitten und eingeklebt. Arbeitetet man an mehreren Projekten, die alle im gleichen Laborbuch geführt werden, ist es oft nicht leicht, die Übersicht zu behalten und noch Jahre später einen bestimmten Versuch zu finden. Um bei einem gemeinsam bearbeiteten Projekt auf dem aktuellen Stand zu bleiben, reicht das Papier Laborbuch allein nicht aus, da die Daten darin nicht sinnvoll mit Kollegen geteilt werden können.

Abhilfe können elektronische Laborbücher schaffen. Hier können neben Texten auch digitale Daten abgelegt werden. Einträge sind durchsuchbar, können nach unterschiedlichen Kriterien (Datum, Projekt, Schlagworte...) gefiltert und bei Bedarf mit Kollegen geteilt werden.

In diesem Kurs werde ich versuchen, alle bestehenden Fragen rund um das Thema elektronische Laborbuch zu klären und mit Labfolder ein System vorstellen, das bereits an der Charité zum Einsatz kommt.