Gesetz zur Umwandlung in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Kraft: BIH ist rechtsfähig

Am 23. April 2015 ist das Gesetz zur Umwandlung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Kraft getreten. Damit ist das BIH eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit eigenständig und rechtsfähig. Nach dem Gesetz ist das BIH eine außeruniversitäre Wissenschaftseinrichtung des Landes Berlin im Bereich der Biomedizin. Mitglieder des BIH sind die hauptamtlich bei der Charité beschäftigten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer (Professorinnen und Professoren, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren) sowie die leitenden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDC. Ihre Zugehörigkeit zu den Personal- und Dienststellen von Charité und MDC ist hiervon unberührt. 

Neue Rechtsform für das MDC jetzt auch in Kraft: neuer Name

Notwendige Änderung durch Gründung des BIH

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat eine neue Rechtsform. Die seit 1992 bestehende Stiftung des öffentlichen Rechts ist seit 23. April 2015 eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR). Die Änderung wurde im Zuge der Gründung des BIH erforderlich, da das BIH selbst eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist und aus zwei Gliedkörperschaften besteht: der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem MDC, dessen Rechtsform dafür angepasst wurde. Beide Einrichtungen bleiben voll rechtsfähig, also selbstständig. „Wir freuen uns sehr, dass hiermit ein wichtiger Schritt für die Vertiefung und Stabilisierung der Zusammenarbeit zwischen MDC und Charité erfolgt ist und somit eine verlässliche und zukunftsfähige Struktur für translationale Forschung geschaffen wurde“, betonen MDC-Vorstand (komm.) Prof. Thomas Sommer und Dr. Heike Wolke (administrativer Vorstand des MDC). 

Namensänderung des MDC

Mit der Umwandlung des MDC von einer Stiftung in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind verschiedene administrative Änderungen verbunden. Auch der Name des MDC wurde geändert in „Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft“ und heißt nicht mehr „Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch“. Der neue Name verdeutlicht, dass das MDC Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft ist, der mit nahezu 36.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Etat von rund 3,8 Milliarden Euro größten Forschungsorganisation in Deutschland. 

Weiter ändern sich mit dem Rechtsform-Wechsel auch die Strukturen der Organe, also der Leitungsgremien, des MDC. So ist das oberste Gremium des MDC, das Kuratorium, in einen Aufsichtsrat mit leicht veränderter Besetzung überführt worden. Ihm gehören jetzt höchstens 12 (bisher 19) Mitglieder an, davon zwei (statt bisher 4) vom Bund und ein Mitglied (statt 2) vom Land, wie bisher zwei Mitglieder des MDC, die nicht dem Vorstand angehören, die beiden Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, bzw. der Freien Universität Berlin, sowie bis zu vier (statt acht) Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft. Der bisherige Stiftungsvorstand ist jetzt der Vorstand, der sich aber wie bisher aus einem oder mehreren wissenschaftlichen Mitgliedern sowie einem administrativen Mitglied zusammensetzt. Der Wissenschaftliche Ausschuss des Kuratoriums ist jetzt der Wissenschaftliche Beirat. Ihm gehören bis zu zwölf anerkannte Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an.