Julius Upmeier zu Belzen gewinnt beim Falling Walls Lab Adlershof: Masterstudent am Digital Health Center des BIH überzeugt mit Arbeit zur Künstlichen Intelligenz in der Biomedizin

„Breaking the Wall of…“ lautet die Herausforderung, die das Falling Walls Lab in rund 100 Städten weltweit jungen Wissenschaftler*innen und Unternehmer*innen stellt: Ziel ist es, außergewöhnliche Ideen zu fördern und vielversprechende junge Menschen aus Wissenschaft und Unternehmen aus aller Welt miteinander in Kontakt zu bringen. Die Teilnehmer*innen erhalten die Gelegenheit, ihre Forschung, ihr Business Modell oder ihre innovativen Ideen in einem dreiminütigen Kurzvortrag vor Kolleg*innen und einer hochkarätigen Jury zu präsentieren. Die Gewinner*innen dürfen zum großen Falling Walls Lab Finale nach Berlin reisen und an der Falling Walls Conference teilnehmen.

Mit seinem Vortrag Breaking the Wall of Black Boxes in Biomedical AI konnte Julius Upmeier zu Belzen die Jury des Falling Walls Lab Adlershof überzeugen. In seinem Projekt hilft die Künstliche Intelligenz dabei, die Funktion von Proteinen vorherzusagen. „Leider bleiben die Regeln, die die KI für ihre Vorhersagen nutzt, in den meisten Fällen unklar, die Künstliche Intelligenz somit eine Black Box“, erklärt Julius Upmeier zu Belzen. „Wir konnten ihr jedoch mit einem Trick ihr Geheimnis entlocken.“ Sein Team am Berlin Institute of Health (BIH) und an der Universität Heidelberg nutzt eine Methode, die so genannte Sensitivitätsanalyse, mit der sie der künstlichen Intelligenz quasi bei der Arbeit über die Schulter schauen konnten (siehe auch https://www.bihealth.org/de/aktuell/pressemitteilung-was-kuenstliche-intelligenz-ueber-proteine-verraet/). „Zum Glück, denn das präzise Computerwissen über Proteine ist für die Forschung und die Entwicklung von neuen Medikamenten von großem Wert“, erklärt Professor Roland Eils, Gründungsdirektor des Digital Health Center am BIH und Mentor von Julius Upmeier zu Belzen.

Julius Upmeier zu Belzen setzte sich gegen 13 weitere Mitbewerberinnen und -bewerber durch, die am 27. September 2019 ihre zukunftsweisenden Ideen innerhalb von drei Minuten vorstellten. Platz zwei ging an Dr. Anna Katharina Pikos mit Breaking the Wall of Gender Gaps von der Leibniz Universität Hannover und Platz drei an Benjamin Herzog mit Breaking the Wall of Sustainable Air Cleaning von der Solaga UG, Berlin.

Als Gewinner tritt Julius Upmeier zu Belzen nun im großen Falling Walls Lab Finale am 8. November 2019 gegen rund 100 Lab-Gewinner aus der ganzen Welt an. Außerdem darf er am 9. November 2019 an der Falling Walls Conference teilnehmen, „das ist ein großartiger Preis“, freut sich der Biologe. Seine Arbeit wird Julius Upmeier zu Belzen ebenfalls bei der Future Medicine Konferenz des BIH und des Tagesspiegels am 7. November 2019 vorstellen (http://bit.ly/futuremed19)

Den norddeutschen Vorentscheid richteten erneut die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA) im Auftrag der Falling Walls Foundation aus. Mit rund 30 Bewerbungen war das Falling Walls Lab Adlershof auch 2019 das erfolgreichste Lab in Deutschland.