Pressemitteilung: BIH-Vorstand begrüßt die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Land Berlin

Der Vorstand des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH) begrüßt die zwischen dem Bundesforschungsministerium (BMBF) und der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin verhandelte Verwaltungsvereinbarung. Diese sieht vor, das BIH neben Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre in die Charité – Universitätsmedizin zu integrieren. Das zentrale Anliegen des BIH, die Überführung von Forschungsergebnissen aus dem Labor in die klinische Anwendung, die sogenannte Translation, kann so noch besser gelingen. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wird „privilegierter Partner“ des BIH.

Professor Axel Radlach Pries, Interim-Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH) und gleichzeitig Dekan der Charité – Universitätsmedizin Berlin, begrüßt die erreichte Abstimmung zur Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bundesforschungsministerium (BMBF) und der Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin. „Wenn man Forschungsergebnisse schneller und wirksamer ans Krankenbett bringen möchte, müssen Forschung und Klinik sehr eng miteinander verschränkt werden. Die Integration des BIH in die Charité wird daher die komplexen Abläufe der Translation erheblich fördern.“ Der Bereich Regenerative Therapien ist dafür ein exzellentes Beispiel: Dort entwickeln Forscher*innen und Kliniker*innen von BIH und Charité bereits heute gemeinsam unter einem Dach modernste Ansätze zur Geweberegeneration. Um neue translationale Ansätze zu entwickeln, ist es unerlässlich, dass klinische Daten und Proben aus der Krankenversorgung für die Forschung künftig besser zugänglich gemacht werden. „Bereits heute sind viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BIH gleichzeitig an der Charité tätig, da ist das geplante Zusammengehen naheliegend“, betonte Professor Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité. Er ergänzt: „Die bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten liegt uns allen am Herzen.“ Daher arbeiten BIH und Charité in zahlreichen bereits etablierten innovativen Strukturen erfolgreich zusammen; etwa beim Aufbau des bundesweiten Vorbilds für ein erfolgreiches Clinician Scientist Programm, das klinisch tätige Ärzt*innen gezielt an die Forschung heranführt, oder im europaweit einzigartigen QUEST Center, welches darauf abzielt, die Werthaltigkeit und den Nutzen der biomedizinischen Forschung zu erhöhen.

Professor Martin Lohse, Vorstandsvorsitzender des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Verwaltungsvereinbarung, denn diese legt fest, dass das MDC in Zukunft privilegierter Partner des BIH ist. „Wir sehen den Bedarf des BIH, näher an die Charité bzw. die Krankenversorgung angebunden zu sein. Gleichzeitig muss es auch Forscherinnen und Forscher geben, die völlig Neues in die angewandte Forschung des BIH einspeisen – das ist es, was das MDC mit seinen international hervorragenden Wissenschaftlern leisten kann. Wir freuen uns daher, als privilegierter Partner des BIH weiterhin am großen Ziel der besseren Lebensqualität für Patientinnen und Patienten mit progredienten Krankheiten mitzuarbeiten.“

Die Verwaltungsvereinbarung legt den Grundstein für die notwendigen Gesetzesänderungen auf Landesebene. Damit würden Bund und Land wissenschaftspolitisches Neuland in der Kooperation von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen betreten. Voraussetzung hierfür ist jedoch die Zustimmung der GWK, der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern.