Stellenausschreibung: Professur für Medizininformatik

In Kooperation mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) ist an der Charité-Universitätsmedizin Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Professur für Medizininformatik (Besoldungsgruppe W2/W3 BBesG – auf Lebenszeit) (Kennziffer: Prof. 516/2018) zu besetzen.

Die Eingruppierung in die Besoldungsgruppe W2 oder W3 hängt von den persönlichen Voraussetzungen, der Qualifikation und der persönlichen Erfahrung des/der zukünftigen Stelleninhabers/in ab. Mit der Professur ist eine, im Rahmen von Berufungsverhandlungen noch zu verhandelnde, personelle und finanzielle Ausstattung einer unabhängigen Forschungsgruppe verbunden (tenured), die alle fünf Jahre in ihrer wissenschaftlichen Leistung evaluiert wird.

Die Professur wird Teil der sich in dynamischer Entwicklung befindlichen ‚Digital Medicine‘ Plattform am BIH und der Charité sein. Zusammen mit den jüngsten strategischen Rekrutierungen in diesem Bereich, der Einheit „E-Health und Intraoperabilität“ und anderen relevanten Playern wird der/die erfolgreich/e Kandidat/in kollegial an der Weiterentwicklung dieser Plattform maßgeblich beteiligt sein.

Der/die erfolgreiche Kandidat/in soll Kooperationen mit dem Institut für Medizinische Informatik und anderen existierenden Forschungsbereichen und -gruppen, z.B., Epidemiologie, Bioinformatik oder Biometrie etablieren. Wir erwarten, dass der/die erfolgreiche Kandidat/in den Beitrag der Charité und des BIH zur BMBF-Initiative Medizinische Informatik stärkt.

Gesucht wird daher eine national und international wissenschaftlich ausgewiesene Persönlichkeit mit hervorragenden Leistungen auf mindestens einem der folgenden Gebiete der Medizinischen Informatik, z.B.: klinisches Datenmanagement und Ontologien, medizinische Signal- und Bildverarbeitung, personalisierte Medizin, Informationssicherheit und verteilte Systeme. Von dem/der zukünftigen Stelleninhaber/in wird starkes Engagement in angewandter Forschung, sowie der Translation neu entwickelter Methoden und Technologien in die medizinische Praxis erwartet.

Ausgezeichnete Publikationsleistungen, die die Qualität der Forschung belegen und eine starke Drittmitteleinwerbung, sowie Erfahrungen bei der Initiierung von interdisziplinären Verbundforschungsprojekten werden erwartet. Der/Die erfolgreiche Kandidat/in wird an der Charité, dem BIH und dem MDC Lehrtätigkeiten (2 Stunden pro Woche) ausüben, Master- und Doktorarbeiten betreuen und sich an der akademischen Selbstverwaltung beteiligen.

Eine Einbindung in relevante Forschungsschwerpunkte und Forschungsverbünde der Charité (www.charite.de), des BIH, des MDC und in fakultätsübergreifende Forschungsnetzwerke/Graduiertenkollegs sowie eine Kooperation mit den klinischen Einrichtungen der Charité und anderen Institutionen Berlins und Brandenburgs wird erwartet.

Einstellungsvoraussetzungen: Gem. § 100 BerlHG Professur oder Juniorprofessur bzw. Habilitation oder äquivalente wissenschaftliche Leistungen und Lehrbefugnis oder eine gleichwertige Qualifikation; erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium und Promotion sowie einschlägige Berufserfahrung als Arbeitsgruppenleiter/in.

Die Charité und das BIH streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordern Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bei gleichwertiger Qualifikation werden Frauen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vorrangig berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Die Charité ist zertifiziert als familiengerechte Hochschule und Mitglied im Dual Career Netzwerk Berlin (www.dualcareer-berlin.de).

Schriftliche Bewerbungen erbitten wir mit Einreichung Ihrer konzeptionellen Ideen sowie unter Beachtung der Vorgaben im Internet (https://career.charite.de/am/calls/Bewerbungshinweise.pdf) bis zum 30. Juni 2018 unter https://career.charite.de einzureichen. Bitte reichen Sie als Teil des geforderten Kurzkonzepts der Professur einen Vorschlag von ca. 2 bis 3 Seiten ein, der ihre zukünftigen Pläne für Berlin skizziert. Dieser sollten Ideen für zukünftige Forschungen beinhalten und wie diese mit den bestehenden Einrichtungen des Berliner Instituts für Gesundheit und der Charité zusammenhängen.