BIH-Zentrum Digitale Gesundheit

Die digitale Medizin gilt als Medizin der Zukunft: Neue Methoden und Technologien in Kombination mit neuen digitalen Daten aus dem Labor und vom Krankenbett ermöglichen präzisere Vorhersagen und personalisierte Therapiemöglichkeiten. Das BIH hat das Ziel diese revolutionären digitalen Innovationen schneller in die medizinische Praxis zu führen und etabliert dafür das BIH-Zentrum Digitale Gesundheit. Leiter dieses Zentrums ist Professor Roland Eils. Er ist Experte für biomedizinische Informatik, Genomik und personalisierte Medizin.

„Ziel meiner Forschung ist es, mittels molekularer und bildbasierter Daten komplexe krankheitsrelevante Prozesse zu verstehen“, sagt Roland Eils. „Wenn wir diese Daten mit klinischen Verläufen zusammenbringen, bekommen wir ein präziseres Bild einer Erkrankung und Patienten können in Zukunft zuverlässigere Diagnosen erhalten.“ Eils setzt dafür auf Methoden der künstlichen Intelligenz, der Big-Data-Analytik und der mathematischen Modellierung.

Digitale Gesundheit „made in Berlin“

In Berlin will Eils den Forschungsraum zu einem gemeinsamen Datenraum ausbauen und einen „hub“ für Digitale Gesundheit schaffen. Zudem hat er das ehrgeizige Ziel die Infrastruktur der digitalen Gesundheit so zu skalieren, dass die riesige Datenflut aus Forschungsdaten und Daten der Krankenversorgung effizient genutzt werden kann. Schon heute prozessiert sein Labor Tag für Tag genauso viele Daten wie Twitter weltweit an Kurznachrichten. Der Mathematiker und Molekularbiologe nutzt dabei seine Erfahrungen aus dem erfolgreichen Aufbau zahlreicher nationaler und internationaler Konsortien der biomedizinischen Informatik und Genomik. Eils ist Koordinator des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Medizininformatik-Konsortiums HiGHmed.