Studien und Projekte

Die CRU führt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kliniken und Arbeitsgruppen Studien durch bzw. unterstützt bei einzelnen Aspekten der Studiendurchführung (siehe Leistungsangebot). Darüber hinaus gibt es Projekte, die eine unmittelbare BIH-Förderung erhalten und an der CRU durchgeführt werden.

BeLOVE

Eines der Hauptziele der Strategie 2026 ist der Aufbau von großen BIH-Patientenkollektiven; eine der Kernaufgaben der CRU. Eine erste Kohorte zur Umsetzung der Strategie ist das BeLOVE Projekt, das im Juli 2017 mit der Pilotphase gestartet ist. Mehr Informationen zum Projekt.

BIH CRU Clinical Research Grants

Seit 2016 werden drei Studien durch den BIH CRU Clinical Research Grant gefördert:

OPTICO-ACS

Das akute Koronarsyndrom (ACS; acute coronary syndrome) ist weiterhin bei Patientinnen und Patienten der westlichen Länder eine der Haupttodesursachen. Hierbei kommt es in Folge einer akuten Herzkranzgefäss-Occlusion oder Stenosierung zur Unterdurchblutung (Ischämie) des Herzmuskels. Die translationale OPTICO-ACS-Studie zielt darauf ab, die einem ACS zugrundeliegenden pathophysiologischen Prozesse zu charakterisieren, sowie die Bedeutung dieser Prozesse auf das Outcome nach ACS zu untersuchen. Hierbei wird eine hochauflösende intrakoronare Bildgebung mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) in Verbindung mit spezifischen klinischen und biochemischen Markern untersucht, die künftig auch als Biomarker bei Patienten nach einem ACS angewendet werden könnten.

Projektdauer: zunächst bewilligt bis September 2018

Geplante Anzahl zu rekrutierender Patientinnen und Patienten: 414 ACS-Patientinnen und Patienten. Die Rekrutierung und Studiendurchführung erfolgt an allen drei bettenführenden Campi der Charité (CBF, CVK, CCM).

Projektleitung: PD Dr. David Leistner und Prof. Dr. Ulf Landmesser.

 

GESPIC-Crohn

Mit der GESPIC-Crohn Studie soll identifiziert werden, ob ein bestimmtes Profil des Mikrobioms im Darm bei der Entwicklung des (Spondylo)Arthritis-Phänotyps von Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn zugeordnet werden kann. Sekundäre Ziele sind die Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Mikrobiom-Profil von Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn im Vergleich zu Patientinnen und Patienten mit einer primären axialen Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis, auch Morbus Bechterew genannt) und von Mikrobiom-Veränderungen unter entzündungshemmender Therapie. Würde bestätigt werden, dass das Darm-Mikrobiom bei der Entwicklung des (Spondylo)Arthritis-Phänotyps bei Morbus Crohn eine Rolle spielt, würden diese Ergebnisse neuartige Wege in der Prävention und Behandlung von arthritischen Krankheitsmanifestationen eröffnen.

Projektdauer: zunächst bewilligt bis August 2018

Geplante Anzahl zu rekrutierender Patientinnen und Patienten: 100 Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn, 50 Patientinnen und Patienten mit primärer axialer Spondyloarthritis. Die Rekrutierung und Studiendurchführung erfolgt an allen drei bettenführenden Campi der Charité.

Projektleitung: Prof. Dr. Denis Poddubnyy und Prof. Dr. Britta Siegmund

 

AdvIm-Treg

Bei der AdvIm-Treg-Studie handelt es sich um eine Studie zu adoptiver T-Zell-Therapie mit regulatorischen T-Zellen bei Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantation (Phase I, First-in-Man) mit intensivem Immunmonitoring.

Organtransplantationen gelten als Standard, um die Überlebenschance und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Organversagen zu verbessern. Nichtsdestotrotz bleiben der kurz- und langfristige Transplantaterhalt und das langfristige Patientenüberleben kritische Parameter. Der Schutz der Transplantatfunktion steht im Vordergrund, aber auch die Nebenwirkungen (Toxizität, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen, Tumoren) der lebenslang benötigten Medikamente für die Immunsuppression sind sehr relevant, da sie die Lebenserwartung herabsetzen und hohe Kosten verursachen. Infolgedessen müssen Strategien entwickelt werden, die den Einsatz dieser Medikamente minimieren oder die Nebenwirkungen abschwächen.
Eine vielversprechende neue Option zur Minimierung der medikamentösen Immunsuppression könnte durch den Einsatz von regulatorischen T-Zellen (nTreg) gegeben sein. In der Studie AdvIm-Treg wird untersucht, ob nTreg einen sicheren und machbaren Stellenwert in der Therapie von Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantation haben.

Projektdauer: zunächst bewilligt bis August 2018

Geplante Anzahl zu rekrutierender Patientinnen und Patienten: max. 18. Die Rekrutierung und Studiendurchführung erfolgt am Campus Virchow Klinikum.

Projektleitung: Prof. Dr. Petra Reinke und Prof. Dr. Wolfgang Uckert


Collaborative & Twinning Research Grants

Am BIH laufen derzeit außerdem vier Collaborative Research Grants (CRGs); das sind größere, langfristig angelegte Verbundvorhaben. Für den folgenden CRG erfolgt die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten und die Studiendurchführung durch die CRU:

2015 liefen die ersten vier Twinning Research Grant (TRG)-Projekte am BIH an. 2016 haben drei weitere Projekte ihre Arbeit aufgenommen. Die CRU unterstützt den folgenden TRG bei den Durchführung: