Studien und Projekte

Das CSC führt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kliniken und Arbeitsgruppen Studien durch bzw. unterstützt bei einzelnen Aspekten der Studiendurchführung (siehe Leistungsangebot). Darüber hinaus gibt es Projekte, die eine unmittelbare BIH-Förderung erhalten und an dem CSC durchgeführt werden.

BeLOVE

Eines der Hauptziele der Strategie 2026 ist der Aufbau von großen BIH-Patientenkollektiven; eine der Kernaufgaben der CRU. Eine erste Kohorte zur Umsetzung der Strategie ist das BeLOVE Projekt, das im Juli 2017 mit der Pilotphase gestartet ist. Mehr Informationen zum Projekt.

Israel Innovation Authority Kooperation

Das BIH, die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Israelische Innovationsbehörde legten im September 2019 den Grundstein für ein gemeinsames Forschungsprogramm zur Förderung von Innovationen im Bereich der Medizintechnologie und digitalen Medizin. Israelische Firmen können in Kooperation mit Forschenden des BIH udn der Charité eine Förderung von bis zu 50% der Kosten für ein gemeinsames Projekt zur Entwicklung, Testung oder Validierung innovativer Lösungen beantragen.

Weitere Informationen zum Programm

Abgeschlossen: BIH CRU Clinical Research Grants

Von 2016 bis 2019 wurden drei Studien durch den BIH CRU Clinical Research Grant gefördert:

OPTICO-ACS

Das akute Koronarsyndrom (ACS; acute coronary syndrome) ist weiterhin bei Patientinnen und Patienten der westlichen Länder eine der Haupttodesursachen. Hierbei kommt es in Folge einer akuten Herzkranzgefäss-Occlusion oder Stenosierung zur Unterdurchblutung (Ischämie) des Herzmuskels. Die translationale OPTICO-ACS-Studie zielte darauf ab, die einem ACS zugrundeliegenden pathophysiologischen Prozesse zu charakterisieren, sowie die Bedeutung dieser Prozesse auf das Outcome nach ACS zu untersuchen. Hierbei wurde eine hochauflösende intrakoronare Bildgebung mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) in Verbindung mit spezifischen klinischen und biochemischen Markern untersucht, die künftig auch als Biomarker bei Patienten nach einem ACS angewendet werden könnten.

Anzahl rekrutierter Patientinnen und Patienten: 414 ACS-Patientinnen und Patienten. Die Rekrutierung und Studiendurchführung erfolgte an allen drei bettenführenden Campi der Charité (CBF, CVK, CCM).

Projektleitung: PD Dr. David Leistner und Prof. Dr. Ulf Landmesser.

GESPIC-Crohn

Mit der GESPIC-Crohn Studie sollte identifiziert werden, ob ein bestimmtes Profil des Mikrobioms im Darm bei der Entwicklung des (Spondylo)Arthritis-Phänotyps von Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn zugeordnet werden kann. Sekundäre Ziele waren die Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Mikrobiom-Profil von Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn im Vergleich zu Patientinnen und Patienten mit einer primären axialen Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis, auch Morbus Bechterew genannt) und von Mikrobiom-Veränderungen unter entzündungshemmender Therapie. Würde bestätigt werden, dass das Darm-Mikrobiom bei der Entwicklung des (Spondylo)Arthritis-Phänotyps bei Morbus Crohn eine Rolle spielt, würden diese Ergebnisse neuartige Wege in der Prävention und Behandlung von arthritischen Krankheitsmanifestationen eröffnen.

Anzahl rekrutierter Patientinnen und Patienten: 100 Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn, 50 Patientinnen und Patienten mit primärer axialer Spondyloarthritis. Die Rekrutierung und Studiendurchführung erfolgte an allen drei bettenführenden Campi der Charité.

Projektleitung: Prof. Dr. Denis Poddubnyy und Prof. Dr. Britta Siegmund

AdvIm-Treg

Bei der AdvIm-Treg-Studie handelte es sich um eine Studie zu adoptiver T-Zell-Therapie mit regulatorischen T-Zellen bei Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantation (Phase I, First-in-Man) mit intensivem Immunmonitoring.

Organtransplantationen gelten als Standard, um die Überlebenschance und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Organversagen zu verbessern. Nichtsdestotrotz bleiben der kurz- und langfristige Transplantaterhalt und das langfristige Patientenüberleben kritische Parameter. Der Schutz der Transplantatfunktion steht im Vordergrund, aber auch die Nebenwirkungen (Toxizität, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen, Tumoren) der lebenslang benötigten Medikamente für die Immunsuppression sind sehr relevant, da sie die Lebenserwartung herabsetzen und hohe Kosten verursachen. Infolgedessen müssen Strategien entwickelt werden, die den Einsatz dieser Medikamente minimieren oder die Nebenwirkungen abschwächen.
Eine vielversprechende neue Option zur Minimierung der medikamentösen Immunsuppression könnte durch den Einsatz von regulatorischen T-Zellen (nTreg) gegeben sein. In der Studie AdvIm-Treg wurde untersucht, ob nTreg einen sicheren und machbaren Stellenwert in der Therapie von Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantation haben.

Anzahl rekrutierter Patientinnen und Patienten: max. 18. Die Rekrutierung und Studiendurchführung erfolgt am Campus Virchow Klinikum.

Projektleitung: Prof. Dr. Petra Reinke und Prof. Dr. Wolfgang Uckert


Abgeschlossen: Collaborative & Twinning Research Grants

Die CRU führte die Rekrutierung von Patient*innen für die Collaborative & Twinning Research Grants T-Zell-Gentherapie bei Krebs  und Muskuläres Organversagen bei kritisch kranken Intensivpatienten (bitte mit dem bestehenden link) durch. Der Verweis/link auf die Projektseite reicht aus meiner Sicht.