Forschungsplattform Digitale Medizin

Die Digitalisierung verändert Forschung und Gesundheitsversorgung grundlegend. So hat die Einführung elektronischer Krankenakten und digitaler Klinikinformationssysteme die Qualität der Gesundheitsversorgung in vielen Ländern revolutioniert, beispielsweise in den USA. Medizinerinnen und Mediziner können in Echtzeit die unterschiedlichsten Daten abgleichen – medizinische Daten, Informationen aus Versicherungsakten über die Fitness der Menschen und sogar genetische Daten. Das erlaubt Ärztinnen und Ärzten schnelle, fachkundige Entscheidungen und fördert die Entwicklung der personalisierten Medizin. Besonders Deutschland kann auf diesem Gebiet viel erreichen.

Die Forschungsplattform Digitale Medizin des BIH plant die bereits angelaufenen Forschungsarbeiten mit Partnerinstituten zu vereinen, um die Datennutzung und -verarbeitung in Forschung und Klinik zu verbessern. Dies wollen wir durch ein neues Center zur Digitalisierung in der Gesundheit erreichen. Außerdem soll in der Forschungsplattform Digitale Medizin ein Knotenpunkt entstehen, in dem die Kernbereiche Medizininformatik, künstliche Intelligenz und Big Data gebündelt sind. So können beispielsweise neue IT-Infrastrukturen, Big-Data- Analysewerkzeuge und mobile Gesundheits-Apps entwickelt werden. Die Plattform unterstützt alle Vorhaben des BIH für translationale Forschung und wird bis 2026 von zwei BIH-Chairs und fünf BIH-Professuren geleitet. Das Ziel: Die verschiedenen Quellen für Gesundheitsdaten in Deutschland zu vernetzen und in Berlin ein führendes Center zur Digitalisierung der Medizin aufzubauen.