Wie weiter mit LOM & Co.?

Das Projekt „Wie weiter mit LOM & Co.?“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem BIH QUEST Center und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) unter der Projektleitung von Dr. Miriam Kip (BIH QUEST) und Dr. René Krempkow (HU Berlin).

Es ist ein Folgeprojekt zur Leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) an medizinischen Fakultäten mit aktualisierten Daten u. A. der Landkarte Hochschulmedizin und des Statistischen Bundesamtes sowie gezielter eigener Recherchen auf der Basis früherer Analysen im Rahmen des BMBF-Projektes „Governance Hochschulmedizin“ (GOMED), das Herr Dr. Krempkow im Jahr 2013 geleitet hat.

Die Hochschulmedizin ist ein passabler Untersuchungsgegenstand, da die LOM als Wettbewerbsanreiz über eine Dekade implementiert ist und bundesweit an allen medizinischen Fakultäten greift. Output-orientierte Indikatoren wie die Publikationsleistung und das Drittmittelaufkommen werden als einfließende Parameter der LOM gegenübergestellt und das konkurrierende Verhalten mittels multivariater Analysen untersucht. Zudem wird sowohl die Stabilität von Governance-Strukturen als weiteres Merkmal kritisch beleuchtet, als auch ob und inwiefern frequente Eingriffe und Änderungen von LOM-Systemen sich de facto als benefizial aufzeigen. Es werden Dokumentenanalysen, Online-Befragungsdaten sowie Publikations- und Zitationsdaten herangezogen, um einen vielseitigeren Blick auf die Fragestellung nehmen zu können und die Schwächen einzelner Methoden zu kompensieren.

Somit sollen diese Arbeiten auf Basis aktualisierter Daten und unter Berücksichtigung der Größe der einzelnen medizinischen Fakultäten in eine aktualisierte Gesamtbeurteilung der intendierten und nichtintendierten Effekte der LOM-Forschung münden und aufzeigen, wie die LOM als Inzentivierungsmittel zur Erhöhung der wissenschaftlichen Performanz in der medizinischen Forschung wirkt.