Brückenschlag zwischen Forschern: Transformation biomedizinischer Forschung mittels Evidenzsynthese

Die biomedizinische Forschung investiert viel in Ressourcen, um "Inseln" von Informationen zu schaffen, treibt aber wenig Aufwand, um dieses Wissen zu synthetisieren und zu integrieren. Diese Diskrepanz in der Evidenz-Pipeline trägt zum "translatorischen Versagen" bei, wo präklinische Beweise in Tieren oft nicht zu einem klinischen Nutzen für den Menschen führen. Die präklinische Evidenzsynthese ist ein kritischer Schritt, um die aktuelle Forschung zu bewerten und zukünftige Forschung klar zu rechtfertigen, wobei derzeit entsprechende Kapazität und Infrastruktur fehlen, um diese Synthese durchzuführen.

Das Projekt stellt einen Rahmen vor, der die biomedizinische Forschung transformieren soll und eine effektivere translationale Forschung ermöglichen wird durch:

  • die Ausbildung in präklinischer Evidenzsynthese,
  • die Entwicklung entsprechender Infrastruktur und
  • die Schaffung von "Forschungsökosystemen

Ziel ist es, dass sich möglichst viele Forschende mit der Evidenzsynthese befassen, um ihre Studien zu verbessern, die Evidenz-Pipeline zu rationalisieren und die Entwicklung von Therapien zu beschleunigen.

Der Beirat des Stifterverbandes wählt aus den 100 Projekten der Anfangsphase die 30 vielversprechendsten Teams für die zweite Phase aus. Diese können sich für eine weitere Förderung bewerben. Je nach Fortschritt, Förderbedarf und Wirkungspotenzial wählt der Beirat aus ihnen schließlich die zehn Projekte aus, die mit insgesamt einer Million Euro gefördert werden. Am Ende dieser Förderphase erhalten die drei Projekte mit dem größten Wirkungspotenzial den "Wirkung hoch 100-Preis".

Weitere Informationen: Jubiläumsinitiative des Stifterverbands