Publizieren in Open-Access-Zeitschriften

Das Publizieren in Open-Access-Zeitschriften ist der sogenannte goldene Weg des Open Access und meint die Erstveröffentlichung eines Artikels in einem frei zugänglichen Journal. Häufig sind Publikationsgebühren pro Aufsatz zu zahlen.

Geeignete Open-Access-Journale

Um Ihnen die Auswahl eines geeigneten Open-Access-Journals zu erleichtern, hat das QUEST Center des BIHs eine Open-Access-Journal-Whitelist entwickelt. Sie enthält Journals mit hohen Qualitätsstandards, um Sie vor Publikationen in sogenannten predatory journals zu schützen. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zu den Publikationskosten und Review-Zeiten.

Weitere Informationen und Link zur Liste

Predatory Open Access

Sogenannte Predatory Journals sind Zeitschriften mit keinen oder nur unzureichenden Qualitätssicherungsverfahren. Sie basieren wie viele Open-Access-Journals auf dem APC-Finanzierungsmodell, das heißt, der Autor zahlt für die Veröffentlichung in diesen Journals Publikationsgebühren. Für diese Praxis hat sich der Begriff des Predatory Publishing, des räuberischen Publizierens, etabliert.

Weitere Informationen

Open-Access-Publikationskosten

Die Geschäftsmodelle zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen sind vielfältig. Ein stark verbreitetes Finanzierungsmodell ist die Erhebung von Article Processing Charges (APC) als Voraussetzung für die Veröffentlichung der Publikation.

Zur Förderung der Publikation in Open-Access-Zeitschriften gab es in 2017 einen Piloten des QUEST – BIH Center for Transforming Biomedical Research für die Übernahme von Open-Access-Gebühren. Durch den BIH-Open-Access-Publikationsfonds wurden insgesamt 29 Publikationen in Open-Access-Zeitschriften finanziell gefördert.

Mit Beginn des Jahres 2018 steht ein Open-Access-Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin zur Verfügung. Aus dem Publikationsfonds werden Artikel finanziert, die von Charité-Angehörigen in Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht werden und die von der DFG formulierten Bedingungen für eine Kostenübernahme erfüllen. Der Fonds wird von der Medizinischen Bibliothek verwaltet. Insgesamt stehen in 2018 und 2019 rund 700.000 Euro zur Finanzierung von OA-Publikationen zur Verfügung.

Weitere Informationen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hält eine weitere Fördermöglichkeit für Open Access-Publikationen aus abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten bereit. Der sogenannte Post-Grant-Fund übernimmt Kosten für Publikationen bis drei Jahre nach Ende eines BMBF-Förderprojekts.

Weitere Informationen

Hybride Open-Access-Journale

Unter hybriden Zeitschriften versteht man Zeitschriften, in denen sowohl frei zugängliche Artikel („Open Access“-Artikel) veröffentlicht werden als auch Artikel, die nur für Abonnenten der Zeitschrift zugänglich sind. Derartige Publikationsmöglichkeiten werden unter der Bezeichnung OpenChoice, Author's Choice o.ä. angeboten.

Dieses Modell führt prinzipiell dazu, dass für solche Zeitschriften sowohl Abo- als auch Publikationsgebühren seitens der Institutionen an den betreffenden Verlag entrichtet werden müssen. Um diesen negativen Effekt zu vermeiden, wird dieses Modell nicht finanziell unterstützt.

Veröffentlichung unter einer Creative-Commons-Lizenz

Wir empfehlen Ihnen, Ihren Open-Access-Artikel mit einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY 4.0) zu versehen, damit Dritte Ihr Werk nachnutzen können und ein offener Zugang gewährleistet ist.

Weitere Informationen

 

Bei Fragen wenden Sie sich an: openscience@bihealth.de