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Hintergrund

Partizipative Ansätze spielen in der Gesundheitsforschung zunehmend eine Rolle. Mittelgeber fordern und fördern die aktive Beteiligung von Patient*innen und anderen relevanten Akteur*innen am Forschungsprozess. Allerdings gibt es zu diesem Thema Unsicherheiten und fehlendes Wissen sowohl auf der Patient*innen- als auch auf der Forschenden- und Gutachter*innenseite. In Deutschland sind wir – im Vergleich zu anderen Ländern – noch am Beginn der Implementierung partizipativer Prozesse in die Gesundheitsforschung. Es wäre wichtig, dass wir diese kritisch und konstruktiv begleiten und mit geeigneten Maßnahmen der Förderung von „Scheinbeteiligung“ entgegenwirken: Es muss sichergestellt werden, dass Patient*innen ein wirkliches Mitspracherecht im Forschungsprozess haben, damit ihr Beitrag auch einen Impact haben kann, um die Forschung für sie relevanter und patientenorientierter zu gestalten.

Inhaltliche Schwerpunkte

In der Arbeitsgruppe wollen wir verschiedene Perspektiven und Visionen zum Thema „Qualität und Impact von Beteiligungsprozessen“ sammeln, z.B. welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit eine erfolgreiche Patient*innenbeteiligung gelingen kann. Daraus könnten beispielsweise Handreichungen oder Checklisten entwickelt werden, die in partizipativen Forschungsprojekten, aber auch bei der Begutachtung von Forschungsanträgen genutzt werden könnten, um eine hohe Qualität der Beteiligung sicherzustellen. Weiterführende Fragestellungen und Projekte werden innerhalb der AG entwickelt. Erste Ergebnisse bietet die Dokumentation der Berliner Werkstatt Partizipative Forschung 2021 (ab S. 146).

Organisation

Wir, das sind zurzeit ca. 15 Personen aus Wissenschaft, Forschungsförderung und Patient*innen(vertretungen), treffen uns seit Frühling 2021 einmal monatlich (virtuell). Die Zusammenarbeit organisieren wir über die Plattform Microsoft Teams. Partner ist das Netzwerk Partizipative Gesundheitsforschung. Interessierte können sich bei Sarah Weschke melden.