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Elektronische Laborbücher (ELN)

Hintergrund

Messergebnisse liegen heutzutage in aller Regel digital vor, so dass es im einem klassischen Papierlaborbuch zwingend zu einem Medienbruch kommt, bei dem die Versuchsbeschreibung und Schlussfolgerungen getrennt von den Rohdaten abgelegt sind. Überlegungen und Erkenntnisse finden sich in teilweise bereits archivierten, nur schwer durchsuchbaren Papierbüchern und stehen den aktuellen Beteiligten eines Projekts unter Umständen nicht zur Verfügung. Informationen, die für weiterführende Arbeitsschritte benötigt werden, müssen mit Kolleg*innen separat kommuniziert werden, wenn die Person, die die Vorarbeit geleistet hat (oder ihr Laborbuch) nicht vor Ort verfügbar ist. Dies sind nur einige von vielen Gründen, an Stelle von Papierlaborbüchern zu einem ELN zu wechseln, das neben der revisionssicheren, Aufbewahrung von Forschungsdaten auch einen standortunabhängigen Zugriff auf diese ermöglicht. Projekte können allein bearbeitet werden, oder wahlweise auch gemeinsam mit Gruppenmitgliedern, wobei stets sichergestellt ist, dass ein Eintrag in einem Projekt immer einer Person eindeutig zugeordnet werden kann.

Weitere Vorteile: 

  • Filter, Suchfunktion und Tags erleichtern die Zugänglichkeit von Informationen für alle Projektmitglieder.
  • Messdaten können mit Einträgen im ELN verknüpft werden, so dass der Kontext der durchgeführten Versuche auch Jahre später noch vollständig nachvollzogen werden kann.
  • Durch die Verwendung Templates für wiederkehrende Versuche wird nicht nur Arbeitszeit gespart, sondern auch die Lesbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Experimenten erhöht, die in kollaborativen Projekten von mehreren Beteiligten dokumentiert werden.
  • Projektleiter*innen ermöglicht das ELN einen vollständigen Überblick über die Fortschritte eines Projekts und stellt als zentraler Hub für alle Forschungsdaten einen wichtigen Baustein im Forschungsdatenmanagement dar.
  • Erfahrungen aus den vergangenen Jahren legen nah, dass die gemeinsame Verwendung des ELN als Gruppe den größten Nutzen bringt. Hier sind vor allem die Arbeitsgruppenleiter*innen gefragt, gemeinsam mit ihrer Gruppe das Regeln und Vereinbarungen zur Nutzung des ELN zu definieren.

Angebote/Maßnahmen

Nutzen Sie und die Arbeitsgruppen Ihrer Einrichtung ELNs.

Allen Forschenden der Charité und des BIH steht mit der Software labfolder eine in der Charité betriebene GWP konforme Infrastruktur zur elektronischen Dokumentation von Forschungsdaten kostenlos zur Verfügung. Das BIH QUEST Center unterstützt interessierte Gruppen oder Einzelpersonen mit Schulungen, Tutorien und individuelle Beratungen speziell für Arbeitsgruppen und die Gruppenleitungen.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten des QUEST Center.

Kontakt eLABBOOK

Dipl.-Ing. Ingo Przesdzing

ELN-Programmleiter

Kontaktinformationen
E-Mail:elabbook@bih-charite.de