Announcement: Offener Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen (in German)

BIH, Charité und MDC haben ihr Bekenntnis zu Open Access bekräftigt und die sogenannte Berliner Erklärung für den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen im Mai unterzeichnet. Sie ist ein Meilenstein der Open-Access-Bewegung. Dieser Schritt ist auch ein wichtiges Zeichen der Unterstützung für die noch laufenden DEAL-Verhandlungen.

Das Projekt DEAL unter Federführung des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) soll den Weg für eine möglichst zeitnahe Transformation zum Open-Access-Publizieren unter fairen und nachhaltigen Konditionen für alle am Publikationsprozess beteiligten Partnerinnen und Partner ermöglichen. Dazu gehört, dass alle DEAL-Einrichtungen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio der Verlage Elsevier, Wiley und Springer/Nature haben, alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus deutschen Einrichtungen automatisch Open Access geschaltet werden, und die Bepreisung angemessen und nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell erfolgen soll.

Sowohl die Charité als auch das MDC haben - wie inzwischen etwa 60 Wissenschaftseinrichtungen Deutschlands - ihren Vertrag mit dem Verlag Elsevier zum Ende des Jahres 2017 gekündigt.

Open-Access-Fonds an Charité und MDC

An der Charité steht seit Anfang 2018 ein Open-Access-Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Charité zur Verfügung. Aus dem Publikationsfonds werden Artikel finanziert, die von Charité-Angehörigen in Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht werden und die von der DFG formulierten Bedingungen für eine Kostenübernahme erfüllen. Auch am MDC steht ein Publikationsfonds zur Verfügung. Beide Fonds werden von den Bibliotheken verwaltet.

Publikationsfonds Charité

Publikationsfonds MDC

Transparenz durch Whitelist

Um die Auswahl geeigneter Open-Access-Journale zu erleichtern, bietet das QUEST Center des BIH eine Open Access Journal Whitelist an. In dieser Liste sind Journals mit hohen Qualitätsstandards gelistet, um die Veröffentlichenden vor sogenannten predatory journals zu schützen. Die Liste liefert zudem Informationen über die Höhe der sogenannten Article Processing Charges (APC), die für eine mögliche Förderung durch den oben genannten Publikationsfonds zwingend unter 2.000 Euro (Brutto) pro Artikel liegen müssen. Da auch APCs sich mitunter ändern und Verlage Nachlässe auf individuelle Anfrage gewähren, fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bibliothek nach.

Whitelist des QUEST Centers