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Please note that this announcement is only available in German.

Förderung

Ziel des BIH Charité Clinician Scientist Programms ist es, klinisch tätige Mediziner*innen mit einem klar erkennbaren wissenschaftlichen Interesse durch ein strukturiertes, wissenschaftlich und klinisch profiliertes Ausbildungsprogramm zu fördern. Die Weiterbildung erfolgt in einem durch Mentor*innen begleiteten dreijährigen Programm an einer akademisch geleiteten klinischen Einrichtung der Charité, wobei ein mit der/dem zuständigen Dienstvorgesetzten und der Kfm. Centrumsleitung fest vereinbarter Anteil der Arbeitszeit ausschließlich der wissenschaftlichen Tätigkeit zur Verfügung steht.

Für die Durchführung des BIH Charité Clinician Scientist Programms benötigen Bewerber*innen eine Finanzierungbestätigung über den Erhalt/Weiterführung eines Arbeitsvertrages an der Charité über die gesamte Förderzeit, die eine 50-prozentige Kliniktätigkeit über den gesamten Förderzeitraum ermöglicht. Vollzeitstellen werden zu 50 Prozent durch das Programm finanziert und müssen zu 50 Prozent weiterhin von der Klinik getragen werden. Von Seiten der Klinik muss der Arbeitsvertrag und außerdem eine 50-prozentige Freistellung vom derzeitigen klinischen Einsatzbereich sichergestellt werden, deren Modus vorab in den individuellen Zielvereinbarungen definiert wird. Die Umfinanzierung erfolgt unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe Ä1/Ä2 auf den Grundlagen des TV-Ärzte Marburger Bund – Charité.

Die Programmförderung beginnt zum 1. Januar 2022

Es wurden verschiedene Maßnahmen implementiert, um das BIH Charité Clinician Scientist Programm familienfreundlich zu gestalten. Das Programm kann in Teilzeit absolviert werden (mind. 70 Prozent), wobei lediglich der klinische Anteil reduziert werden kann. Die „protected time“ für Forschung von 50 Prozent (der vollen Wochenarbeitszeit), die durch das Programm getragen wird, kann bei Teilzeitbeschäftigung nicht reduziert werden. Die Programmlaufzeit von drei Jahren verlängert sich dadurch nicht, sondern die klinische Weiterbildung muss entsprechend der Reduktion des klinischen Teils verlängert werden. Außerdem haben Programteilnehmer*innen die Möglichkeit, in Absprache mit der Programmleitung ihre Personenförderung bis zu maximal 36 Monate (pro Kind bis zu 18 Monate) aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit zu pausieren.

Frauen werden nachdrücklich aufgefordert, sich für das BIH CharitéClinician Scientist Programm zu bewerben.

Mit dem Ziel, die besten und innovativsten Kolleg*innen für eine BIH Charité Clinician Scientist Bewerbung zu motivieren, wird mit der 2021-II Ausschreibung erstmalig ein neues (Vor)Auswahlverfahren pilotiert. Dieses sieht vor, dass die Auswahl der CSP Fellows in getrennten „Förderlinien“ für Frauen und Männer erfolgt. Jede „Förderlinie“ enthält jeweils die Hälfte der Plätze. Die Auswahl erfolgt nach definierten Qualitätskriterien und Mindeststandards.

Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht.

Voraussetzungen

Bewerber*innen müssen zum Zeitpunkt des Förderbeginns (01.01.2022) über eine mindestens 3-jährige ärztliche Weiterbildung in einem klinischen Fachgebiet verfügen oder nach bereits abgeschlossener fachärztlicher Weiterbildung, eine Weiterbildung in einem Schwerpunkt begonnen haben, wobei die Ärzt*innen ohne fachärztlichen Abschluss vorrangig berücksichtigt werden. Zahnmedizinische Bewerber*innen sollten mindestens drei Jahre praktisch tätig gewesen sein.

Weitere Einstellungsvoraussetzungen sind die abgeschlossene Promotion mit einer Promotionsnote von mindestens „magna cum laude“ oder vergleichbaren Leistungen. Außerdem vorausgesetzt wird eine durch Publikationen nachgewiesene kontinuierliche wissenschaftliche Betätigung sowie eine wissenschaftlich fundierte und erfolgversprechende Projektskizze. Auch Rückkehrer*innen aus dem Ausland sowie Antragsteller*innen außerhalb der Charité – Universitätsmedizin Berlin sind antragsberechtigt, sofern sie zum Zeitpunkt der Antragstellung einen Arbeitsvertrag an der Charité verbindlich in Aussicht haben. Ärzt*innen mit abgeschlossener Habilitation können im Regelfall nicht berücksichtigt werden.

Die Bewerbung erfolgt online über das BIH Antrags- und Berichtsportal und umfasst u. a.:

  • ein vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular inklusive Projektskizze und Informationen zum Lebenslauf
  • ein Empfehlungsschreiben (von der Klinikdirektorin bzw. dem Klinikdirektor)
  • Benennung von zwei Mentor*innen (klinisch und grundlagenwissenschaftlich)

Zur Unterstützung für die Antragstellung stehen Bewerber*innen folgende Angebote zur Verfügung:

  • Zur Klärung administrativer und inhaltlicher Fragen rund um die Ausschreibung, bieten wir seitens der Geschäftsstelle zwei Sprechstunden am 21.09.2021 von 14:00-16:00 Uhr und am 27.09.2021 von 10:00-12:00 Uhr via Microsoft Teams (MS Teams Link) an.
  • Um die Kriterien des QUEST Center for Transforming Biomedical Research zur Steigerung der Werthaltigkeit und des Nutzens biomedizinischer Forschung im Template zur Projektskizze gezielt adressieren zu können, wird Bewerber*innen die Teilnahme an der Informationsveranstaltung zu Kriterien robuster und transparenter Wissenschaft empfohlen. Der Workshop findet am 14. September 2021 von 13:00-15:00 Uhr online via Microsoft Teams statt.Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Im Rahmen von Gleichstellungsmaßnahmen haben Bewerberinnen die Möglichkeit (sofern noch Plätze verfügbar sind) an einem individuellen Coaching mit Fokus auf die Selbstpräsentation im Auswahlkolloquium teilzunehmen. Wir bitten interessierte Bewerberinnen, sich für nähere Informationen an die Geschäftsstelle zu wenden.

Bewerbungsfrist

30. September 2021, 14:00 Uhr

Kontakt

Nähere Auskünfte erhalten Sie bei:

Frau Dr. Beatrice Sobek

+49 (0)30 450 543 307

Bei technischen Problemen mit dem Bewerbungsportal schicken Sie bitte eine E-Mail an portal@bih-charite.de.

Bitte beachten Sie das aktuelle Merkblatt sowie die aktuellen Formblätter.

Zwei der Bereiche des BIH zur Unterstützung der medizinischen Translation sind die BIH Biomedical Innovation Academy (BIA) und Charité BIH Innovation (CBI).

Die BIH Biomedical Innovation Academy (BIA) rückt Nachwuchswissenschaftler*innen in den Fokus und agiert als Think Tank für strategische Personalentwicklung in der Biomedizin und für neue Modelle der akademischen Innovation. Durch frühes Scouting von herausragenden Talenten und zielgruppenspezifische Förderprogramme wird eine neue Generation von translational geschultem klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs hervorgebracht. Die BIA setzt auf Personenförderung mithilfe von fokussierten Förderprogrammen für jede Karrierephase – vom Promotionsstipendium über das (Junior) (Digital) Clinician Scientist Programm bis hin zum Advanced Clinician Scientist Programm.

Charité BIH Innovation unterstützt als Technologietransfer Forscher*innen und Kliniker*innen bei der Entwicklung und dem Transfer von Produkten in die medizinische Anwendung bzw. in den Gesundheitsmarkt, z. B. durch Lizenz oder Unternehmensgründung. Neben Beratung und Begleitung in den Bereichen IP, Patentierung, Lizensierung und Recht bietet Charité BIH Innovation zwei Förderprogramme an. Das Programm SPARK-BIH fördert Projekte im Bereich Therapieentwicklung, Diagnostik und Medizintechnik, z. B. zur Validierung von Forschungsergebnissen mit dem Ziel der Therapie- bzw. Produktentwicklung. Das Programm BIH Digital Health Accelerator fördert Projekte basierend auf digitalen Technologien bei der Entwicklung von marktreifen Lösungen im Bereich Digital Health.

Die Programme der BIA und von CBI sind grundsätzlich kombinierbar, solange eine Doppelförderung ausgeschlossen ist. Eine vorherige Abstimmung mit den jeweiligen Programmleitungen ist hierfür jedoch unbedingt notwendig. Ziel ist es, herausragenden Talenten exzellente Karrierewege in Forschung, Klinik und Entrepreneurship zu eröffnen und medizinische Translation bis in die Anwendung zu ermöglichen.