Girls‘ Day am Berlin Institute of Health – Einblicke in den Alltag von Wissenschaftlerinnen in den Lebenswissenschaften
Beim diesjährigen Girls‘ Day wollen wir interessierten Mädchen einen virtuellen Einblick in den biomedizinischen Arbeits- und Forschungsalltag geben. Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher medizinischer und naturwissenschaftlicher Disziplinen aus dem Berlin Institute of Health und der Charité berichten, woran sie gerade forschen und erzählen von ihrem Weg in die Wissenschaft. Nebenbei erfahrt ihr mehr zu Frauen in der Wissenschaft und bedeutenden Wissenschaftlerinnen.
Überblick
Alle Angebote zum Girls’ Day finden am 22.4.2021 von 8:30-10:00 Uhr online statt. Bei Fragen könnt ihr Euch an Karin Höhne, die Referentin für Chancengleichheit, wenden (karin.hoehne@bihealth.de, 030 450 543 048).
Alter: 12-18 Jahre
Benötigte Materialien: Computer/Tablet mit Mikrofon und Kamera
Anmeldung: Die Anmeldung zu den einzelnen Angeboten erfolgt über https://www.girls-day.de/Radar.
Teilnahmelink: Den Link zur Teilnahme verschicken wir per Mail an die angemeldeten Teilnehmerinnen kurz vor der Veranstaltung.
Angebote
Gibt es Apps jetzt auf Rezept? E-Health – Digitalisierung im Gesundheitswesen
Alle reden von der Digitalisierung und für die meisten sind digitale Anwendungen im Alltag sehr präsent. Aber habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie eigentlich Digitalisierung und Gesundheitswesen zusammenhängen? Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in der Medizin? Wie können Daten zwischen unterschiedlichen Systemen ausgetauscht werden und wie kann die Digitalisierung den Forschenden helfen? Was ist mit dem Datenschutz? Und gibt es eigentlich eine App auf Rezept?
Diese und viele weitere Fragen beantworten Euch Carina Vorisek und Sophie Klopfenstein, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Core Unit eHealth und Interoperabilität am Berlin Institute of Health.
Wie können wir einen Virus besiegen? Ein Tag im Leben einer Naturwissenschaftlerin
Wie können wir einen Virus besiegen? Ein Tag im Leben einer Naturwissenschaftlerin
In unserem Workshop berichten wir über die Anfänge der Entwicklung neuer antiviraler Therapien. Alles beginnt mit der wichtigsten Frage: Was ist die Achillesferse des Virus und mit welchen Strategien kann man dagegen vorgehen? Von der Theorie zur Praxis – wir zeigen euch wie im Labor die antivirale Wirksamkeit verschiedener Moleküle getestet wird und was das Berufsleben einer Forscherin noch mit sich bringt.
Dr. Sandra Pinkert, Dr. Meike Kespohl und Clara Bredow, Wissenschaftlerinnen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Antje Beling (Charité Universitätsmedizin Berlin), forschen zu zellulären Stressantworten bei Virusinfektionen. Zur Ausbildung der drei Wissenschaftlerinnen gehörte neben den Grundlagen der Biologie und Biochemie das Erlernen vieler Labormethoden sowie das kritische Hinterfragen von wissenschaftlichen Ergebnissen. Neben ihrer täglichen Arbeit im Labor stehen sie im regen Austausch mit Wissenschaftler*innen aus aller Welt und decken gemeinsam Stück für Stück Details der Immunreaktion auf eine Virusinfektion im Herzen auf.
Bakteriophagen: Was das Klärwerk mit Zahngesundheit zu tun hat
Viren und Bakterien kennen wir alle, aber hast du schon mal was von Viren gehört, die Bakterien bekämpfen? Willkommen in der Welt der Bakteriophagen! Sie sind die natürlichen Gegenspieler der Bakterien. Bakterien verursachen viele Krankheiten, unter anderem auch in den Zähnen. Wenn dich interessiert, wo man Bakteriophagen finden kann und wie man damit in der Zukunft Zähne heilen kann, dann freue ich mich, dich beim Girls Day zu sehen.
Marie Luise Voit hat in Dresden Zahnmedizin studiert und sich in Berlin zur Fachzahnärztin für Endodontie weitergebildet. Jetzt arbeitet sie in einer Praxis für Wurzelkanalbehandlungen und forscht parallel am BIH Center for Regenerative Therapies (AG Trampuz) an Bakteriophagen und wie man sie für die Therapie im Wurzelkanal verwenden kann.
Ingenieurinnen in der Herzmedizin
Wie kann man als Ingenieurin dabei helfen Herzkrankheiten zu heilen und Leben zu retten? Was ist ein Herzunterstützungssystem und wie funktioniert es? Warum hat Maschinenbau nicht immer etwas mit Autos, Flugzeugen oder Baggern zu tun? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Euch ein Team von Ingenieurinnen des Labors für Biofluidmechanik der Charité Universitätsmedizin Berlin in einem interaktiven Workshop.
Innerhalb des Workshops geben sie einen kurzen Einblick in die Grundlagen des menschlichen Herzens, die Blutströmung im Körper und die technischen Unterstützungsmethoden in der Herzmedizin. Zur Veranschaulichung ihrer Arbeit führen sie einen Versuch im Labor durch und geben den Teilnehmerinnen Einblicke in den Alltag einer technischen Forscherin an der Charité. Außerdem erzählen sie, wie sie zu ihrem Studium und dann aus den klassischen Ingenieurwissenschaften in die Medizintechnik gekommen sind und was sie daran begeistert.
Sophie Becke, Isabell Esslinger, Juliana Franz, Vera Froese, Sophia Krakowski, Isabell Schulz, Katharina VellguthVon der Hypothese zur Innovation - neue Wege in der Lungenforschung
Die Infektion der Lunge ist zurzeit in all unseren Köpfen - in den letzten Monaten drehte sich unser Leben um fast nichts anderes. Bei uns im Labor forschen wir schon lange an verschiedenen Formen der Lungenentzündung. Aber gerade jetzt braucht es kühle, kreative Köpfe, um die Forschung in diesem Feld voran zu treiben. Bei uns im Labor schauen wir von den Effekten der mechanischen Beatmung über die Therapie mit Bakteriophagen über molekulare Mechanismen aus allen Winkeln auf die Lunge, um neues Erkenntnisse zu gewissen und neue Therapien zu entwickeln. Unsere Forschungsgruppe besteht aus einem starken Team aus Biologinnen, Biotechnologinnen, (Tier)-Ärztinnen und Toxikologinnen.
Magdalena Bürkle, Doktorandin und M.Sc. Molekular Biologie
Ann-Britt Klatt, Doktorandin und M.Sc. Molekulare Lebenswissenschaften
Wibke Grönewald, Studentische Hilfskraft und B.Sc. Biotechnologie (jetzt grad im Master)
Birgitt Gutbier, Arbeitsgruppenleiterin innerhalb unserer AG und Dr. med. vet (mit Fachtierarzt für Versuchstierkunde)
Laura Kneller, Doktorandin und M.Sc. ToxikologieBits und Bytes in der Krebsforschung – Was macht eigentlich eine Bioinformatikerin?
In der Veranstaltung erfahrt ihr, was es heißt, wenn Ärzt:innen den Bauplan von Krebszellen (die DNA) nutzen, um für Krebspatienten eine spezifische Therapie zu finden. Es gibt einen kurzen Vortrag über Sequenzierung von DNA und die darauffolgende Datenanalyse, die von Bioinformatiker:innen gemacht wird. Danach zeigt Euch Manuela Benary, die in der Core Unit Bioinformatik des Berlin Institute of Health arbeitet, wichtige Quellen und Datenbanken, die von Ärzt:innen genutzt werden und ihr könnt ein kleines Beispiel selber untersuchen. Hierfür nutzen wir die Datenbank cbioportal. Zum Abschluss könnt ihr die Ergebnisse diskutieren und weitere Fragen stellen, die Euch interessieren.
Forschung online – vom Magen über die Leber bis zum Darm
Wie sieht ein Forschungslabor von innen aus? Wie werden Erkrankungen des Verdauungstraktes erforscht? Wie sieht der Alltag einer Wissenschaftlerin aus?
Dr. Linda Hammerich und Kimbely Hartl, Wissenschaftlerinnen der Klinik für Gastroenterologie der Charité Universitätsmedizin in Berlin nehmen Euch mit in ihren Forschungsalltag. Sie erforschen wie Erkrankungen im Verdauungstrakt, vor allem im Magen, der Leber und im Darm, entstehen und wie man diese behandeln kann. Zum Girls‘ Day laden sie Euch ein, virtuell das Labor zu besuchen und live zu erleben, welche Methoden sie verwenden. Ihr bekommt die Gelegenheit Fragen zu stellen, euer Wissen zu testen und lernt das Berufsbild einer Wissenschaftlerin in der medizinischen Forschung kennen.
Ein Tag als Wissenschaftlerinnen im BIH Center for Regenerative Therapies (BCRT)
Janina Stadter und Lema Safi, Nachwuchswissenschaftlerinnen am BCRT, zeigen zum Girls‘ Day einen kleinen Einblick in ihren Alltag als Wissenschaftlerinnen. Janina Stadter arbeitetet als Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe für „Zelluläre Biomechanik und Biomaterialien“. Zusammen mit Kooperationspartnern aus der Industrie entwickeln und testen sie und ihre Kolleg*innen unter anderem Gerüste (sogenannte Biomaterialien), die später als Implantat in einen Knochenbruch, der nicht mehr von alleine heilen würde, eingesetzt werden. Langfristiges Ziel der Forschung ist es, voraussagen zu können, welchen Effekt das Material später im Körper haben wird.
Lema Safi forscht aktuell als Doktorandin in der Arbeitsgruppe für „Virale Immunität und Immunmonitoring“ unter der Leitung von Frau Univ.- Prof. Dr. med. Nina Babel tätig. Die Arbeitsgruppe erforscht Erkrankungen, bei denen das Immunsystem eine krankheitsfördernde Rolle spielt. Die erlangten Erkenntnisse und etablierten Modellsysteme werden nicht selten direkt bei der Behandlung oder bei der Feststellung einer Krankheit verwendet
