Prof. Baum übernimmt neue Vorstandsposition für den Translationsforschungsbereich

Prof. Dr. Christopher Baum hat zum 1. Januar das Amt des Vorstands Translationsforschungsbereich der Charité übernommen. Die Position wurde im Zuge der Integration des Berlin Institute of Health (BIH) geschaffen. Der Molekularmediziner verantwortet damit im Vorstand die neue dritte Säule „Translationsforschungsbereich“ der Berliner Universitätsmedizin.

Prof. Baum ist seit Oktober 2020 Vorstandsvorsitzender des BIH, seit Januar 2021 Vorsitzender des BIH-Direktoriums. Mit dieser Leitungsfunktion ist zugleich die Position des Charité-Vorstands Translationsforschungsbereich verbunden. „Im Vorstand der Charité werde ich primär die Interessen des BIH und des Bundes vertreten, um im Sinne der Widmung des BIH neue Wege der translationalen Forschung zu gestalten. Forschung in Gesundheit zu verwandeln und aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Anwendungen zu schaffen, die Menschen helfen, ist mir ein Kernanliegen“, erklärt Prof. Baum. Er fügt hinzu: „Ich bringe mich auch gern gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern in der Entwicklung und Umsetzung der Strategie 2030 der Charité mit ein.“

Der gebürtige Marburger ist Wissenschaftsmanager und Experte für Translation, Molekulare Medizin und Gentherapie. Zuletzt war er erster hauptamtlicher Vizepräsident Medizin der Universität Lübeck und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Prof. Kroemer begrüßt das neue Vorstandsmitglied: „Wir sind froh, Christopher Baum für diese neu eingerichtete Vorstandsposition gewinnen zu können. Er vereint zwei wichtige Anforderungen für dieses Amt: Er ist sowohl erfahrener Wissenschaftsmanager als auch ein ausgewiesener Experte für Translation. Ich bin mir sicher, dass er im eigenständigen BIH die Übertragung von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung stark fördern und dabei die Synergieeffekte mit der Charité zum Wohl der Patientinnen und Patienten maximal nutzen wird.“

Kurzvita Prof. Christopher Baum

Christopher Baum wurde 1962 in Marburg geboren und studierte Medizin in Essen, Freiburg und Hamburg. Er promovierte 1991 und habilitierte sich 1999 für das Fach Molekulare Medizin an der Universität Hamburg. 2000 übernahm er die Professur für Stammzellbiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) leitete dort ab 2006 das Institut für Experimentelle Hämatologie, war Forschungsdekan und wurde 2013 zum Präsidenten der MHH gewählt. Anfang 2019 wechselte Prof. Baum an die Universität zu Lübeck als Vizepräsident Medizin und Vorstandsmitglied des UKSH. Wissenschaftlich beschäftigte sich Christopher Baum schon früh mit der Gentherapie. Im Wissenschaftsmanagement gestaltete er nationale und internationale Netzwerke zur translationalen Forschung in der Stammzell und Gentherapie. An der Universität zu Lübeck und am UKSH widmete er sich vorrangig der Verknüpfung von Informatik und Medizin sowie der Kooperation der Standorte Lübeck und Kiel.