Ziel der DFFT-Initiative ist es, den globalen Austausch von Gesundheitsdaten zu erleichtern und dabei Prinzipien wie Datenschutz, individuelle Kontrolle, Transparenz und regulatorische Souveränität sicherzustellen. Die OECD wurde von den G7 beauftragt, diesen Prozess wissenschaftlich zu begleiten und durch Vernetzung internationaler Expert*innen voranzutreiben. 

Die neu eingerichtete Expert*innengruppe widmet sich ausschließlich der Governance grenzüberschreitender Gesundheitsdaten. Sie vereint Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft, internationalen Organisationen, Zivilgesellschaft und Gesundheitswirtschaft. Gemeinsam erarbeiten sie Grundsätze, identifizieren Herausforderungen und entwickeln Lösungsansätze für den Umgang mit Gesundheitsdaten über Ländergrenzen hinweg. 

Im Detail befasst sich die Expert*innengruppe mit dem Aufbau interoperabler und sicherer Dateninfrastrukturen, die den internationalen Austausch von Gesundheitsdaten ermöglichen und zugleich höchste Vertrauensstandards erfüllen. Zudem beschäftigt sich die Gruppe die datenschutzkonforme und ethisch verantwortungsvolle Nutzung personenbezogener Gesundheitsdaten, damit diese unter Wahrung der Privatsphäre und zum Wohle der Patient*innen grenzüberschreitend genutzt werden können. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Entwicklung gemeinsamer Standards für Forschung, medizinische Versorgung und öffentliche Gesundheit, um die länderübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und Innovationen im Gesundheitsbereich zu fördern. 

Die Berufung von Prof. Dr. Sylvia Thun, Leiterin der Forschungsgruppe für Digitale Medizin und Interoperabilität im Center of Health Data Sciences am BIH, in dieses internationale Gremium ist eine Anerkennung ihrer ausgewiesenen Expertise im Bereich digitaler Gesundheitsstrategien. Sie unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für eine nachhaltige, gerechte und zukunftsorientierte Datenpolitik im Gesundheitswesen.