VAAM-Forschungspreis 2026 für Johannes Hartl

Dr. Johannes Hartl, Leiter der gemeinsamen Arbeitsgruppe „Systembiologie und Systemmedizin des Stoffwechsels“ des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, hat den VAAM-Forschungspreis 2026 erhalten. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) würdigt damit seine Arbeiten zum Zusammenspiel von Genetik, Umwelt und Stoffwechsel bei Mikroorganismen. Die Preisverleihung fand am 22. März 2026 in Berlin statt.
Hartls Forschung zielt darauf ab, die Anpassungsfähigkeit von Mikroorganismen auf molekularer Ebene zu verstehen. Mithilfe moderner Massenspektrometrie erstellt sein Team umfassende Profile von Proteinen und Stoffwechselprodukten. Diese ermöglichen Einblicke darin, wie Mikroben ihren Stoffwechsel regulieren, um unter unterschiedlichen Bedingungen zu überleben.
Seine Arbeiten zeigen, dass selbst kleine genetische Unterschiede deutliche Veränderungen im molekularen Profil bewirken können – oft lange bevor sich diese sichtbar im Wachstum oder Verhalten äußern. Auf dieser Grundlage lassen sich beispielsweise Vorhersagen über die Empfindlichkeit von Mikroorganismen gegenüber Wirkstoffen treffen.
Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt aktuell auf Wirt-Pathogen-Interaktionen. Ziel ist es, molekulare Mechanismen von Pilzinfektionen besser zu verstehen und neue Ansatzpunkte für Therapien zu identifizieren.
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