Gesundheitsdatenschutz
Maija Poikela
Die Poikela-Gruppe verfolgt das Ziel, Patient:innen-Perspektiven zu Privatsphäre zu verstehen und ihr Vertrauen durch innovative, datenschutzfördernde Maßnahmen zu stärken. Dadurch soll die Bereitschaft der Patient:innen gesteigert werden, ihre Daten für die medizinische Forschung bereitzustellen, sowie die Akzeptanz digitaler Gesundheitslösungen erhöht werden. Die Arbeit basiert auf einem patienten(:innen)zentrierten Ansatz zur Entwicklung von Technologien zum Schutz der Privatsphäre und integriert verschiedene Methoden der Nutzungsforschung.
Forschungsschwerpunkt
Unsere Forschung schafft die Grundlage für patient:innenzentrierte Datenschutzlösungen, indem sie ein fundiertes Verständnis der Einstellungen von Patient:innen erarbeitet. Dazu gehört ihre Sicht auf den Datenschutz, ihr Wissen über verschiedene Datenschutztechnologien, sowie ihre Einschätzung der Risiken und Chancen bei der Verarbeitung von Gesundheitsdaten.
Darüber hinaus werden die Meinungen und Bedarfe von Gesundheitsfachkräften im Hinblick auf Datenschutz im Gesundheitswesen analysiert. Auf dieser Basis werden – in enger Zusammenarbeit mit den Gruppen Praßer und von Kalle – Konzepte zur Verbesserung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Technologien erarbeitet, die den Datenschutz stärken und die Nutzung von Gesundheitsdaten steigern.
Mit dem Ziel, die Nutzung von Gesundheitsdaten für medizinische Forschung und digitale Gesundheitslösungen zu erleichtern, entwickeln wir Technologien zum Schutz der Privatsphäre, untersuchen das Bewusstsein und Verständnis von Patient:innen für diese Technologien und erarbeiten Ansätze, um beides zu fördern. Zu den betrachteten Lösungen gehören Unterstützungsangebote für Patient:innen und medizinisches Fachpersonal, etwa in Form verständlicher Einwilligungsprozesse (informed consent), praktikabler Anonymisierungsverfahren, sowie Lösungen, die eine fein abgestufte Kontrolle über die Offenlegung von Daten ermöglichen.
Unzureichende Datenschutzmaßnahmen können das Vertrauen der Öffentlichkeit und damit die Akzeptanz medizinischer Forschung und digitaler Gesundheitslösungen beeinträchtigen. Gleichzeitig können zu strenge Datenschutzvorgaben die Nutzung von Daten erheblich einschränken. Aus diesem Grund entwickelt die Poikela-Gruppe ganzheitliche Datenschutzlösungen, die Patient:innen in den Mittelpunkt stellen, immer mit dem Ziel, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Datenschutz und der bestmöglichen Nutzung von Gesundheitsdaten zu schaffen.
Team


Luke Flanagan
Luke Flanagan
Research Fellow
E-mail: luke.flanagan@bih-charite.de
Luke ist Doktorand und untersucht die Sichtweisen von Nutzern auf Technologien zum Schutz der Privatsphäre. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem VERANDA-Projekt, dessen Ziel es ist, durch Technologien zum Schutz der Privatsphäre das Engagement stigmatisierter Gruppen im Gesundheitswesen zu erhöhen. Er hat einen Master-Abschluss in Integrativer Neurowissenschaft von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und einen Bachelor-Abschluss in Mikrobiologie vom Trinity College Dublin.

Soumya Shivananda
Soumya Shivananda
Research Fellow
Soumya hat einen Bachelor-Abschluss in Medizin aus Indien und einen Master-Abschluss in Epidemiologie von der Universität Utrecht in den Niederlanden. Derzeit beschäftigt sie sich mit der komplexen Welt der digitalen Gesundheit, wobei ihr Schwerpunkt auf Datenschutzfragen liegt, die für die wichtigsten Interessengruppen von Bedeutung sind.

Barbara Faulstich
Barbara Faulstich
Studentische Hilfskraft
E-mail: barbara.faulstich@bih-charite.de
Barbara hat einen Bachelor in Gesundheitsökonomie von der Apollon Hochschule und studiert derzeit die Masterstudiengänge Digital Health Management sowie Cyber- & IT-Security. Parallel absolviert sie einen weiteren Bachelor in Angewandter Informatik. Ihr Interesse gilt insbesondere der Schnittstelle zwischen digitaler Transformation, Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheitswesen.

Xenia Rieken
Xenia Rieken
Studentische Hilfskraft
E-Mail: xenia.rieken@bih-charite.de
Xenia absolvierte einen Bachelor in Medieninformatik an der TU und FU Berlin. Derzeit studiert sie Psychologie an der TU Chemnitz. Ihr Hauptinteresse gilt der Gebrauchstauglichkeit und Akzeptanz digitaler Gesundheitslösungen, mit besonderem Fokus auf LLM-Anwendungen für Patient*innen.

Jana Scheibig
Jana Scheibig
Studentische Hilfskraft
Jana verfügt über einen Bachelorabschluss in Biochemie von der Universität Jena sowie einen Bachelorabschluss in Psychologie von der Universität Graz. Derzeit absolviert sie ihren Master in Human Factors mit dem Schwerpunkt Data Science an der Technischen Universität Berlin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Weiterentwicklung technologischer Geräte mithilfe eines nutzerzentrierten Ansatzes, mit einem starken Fokus auf User Experience, um das Vertrauen und die Akzeptanz von Patient*innen zu fördern.
Job offers
We are looking for excellent candidates for PhD and Post-doc positions; please send an email to discuss potential research topics and funding opportunities.
Open BSc and MSc Theses
- Open Topic for Master’s Thesis, November 27, 2025: Investigating the Formation of User Trust in Explainable AI-Based Privacy-Enhancing Technologies (pdf)
Students interested in pursuing a bachelor's or master's thesis with our group on a topic outside of any open positions are encouraged to get in contact via maija.poikela@bih-charite.de, including a CV and a short motivation letter.
