Core Unit Digitale Medizin und Interoperabilität
Medizinische Terminologien und IT Standards werden weltweit verwendet. Dies führt zu Verbesserungen in der Prävention, Diagnostik und Gesundheitsversorgung und ermöglicht globale Forschungskooperationen und translationale Medizin. Wir erforschen und entwickeln Strukturen für semantische Interoperabilität im Gesundheitswesen und in der medizinischen Forschung, und sind an der Spezifikation interoperabler Forschungsplattformen beteiligt. Wir tragen zu Verbesserungen bei der Dokumentation, Integration und Analyse bei.

Weitere Informationen
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Datenschutz und Datensicherheit
Datenschutz und Datensicherheit sind Voraussetzung für die Datennutzung in der medizinischen Versorgung und Forschung. Damit wird Integrität und Verfügbarkeit sensibler Patienten- und Patientinnendaten gewährleistet. Die Core Facility Digitale Medizin und Interoperabilität beschäftigt sich nicht nur mit organisatorischen und technischen Aspekten der Datennutzung, sondern auch mit ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen, welche sich gegenseitig beeinflussen. Das führende Paradigma ist, Daten bei der verantwortlichen Institution zu belassen. Informationen müssen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort bei den richtigen Beteiligten befinden. Daten sollten zum Beispiel nicht zu den KI-Algorithmen gebracht werden, sondern KI-Algorithmen zu den Daten. Der Interessenschwerpunkt liegt auf Methoden der dezentralen Analyse und kryptographischen Verfahren, wie Secure Multi Party Computation (SMPC). Diese Methoden vermeiden die Übertragung sensibler klinischen und genetischen Daten zwischen den Parteien, wie im Artikel neun der Datenschutz-Grundverordnung definiert. Insbesondere im Bereich der seltenen Erkrankungen werden durch die Verknüpfung von Datensätzen sowohl horizontale Erweiterungen (mehr Patienten und Patientinnen) als auch vertikale Ergänzungen (einschließlich externer Verlaufsdaten) angestrebt.
Das Berliner Krankenhausgesetz wird in ein neues Gesetz umgewandelt, das die Datenverarbeitung zur Verbesserung der Patienten und Patientinnenergebnisse und zur Ermöglichung einer angemessenen (Health) Data Science erlaubt.
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Digitale Medizin und Ethik
Bis heute stellen bestimmte Aspekte der digitalen Medizin, die den digitalen Analphabetismus und den ungerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung betreffen, eine Herausforderung dar. Um Informationen wahrheitsgetreu mit den Endnutzern zu teilen, ist eine informierte Zustimmung und Fairness bei der Speicherung, dem Zugang, der gemeinsamen Nutzung und dem Eigentum von Daten erforderlich. Jetzt ist es an den Akteuren, insbesondere den Anbietern und Regulierungsbehörden im Bereich der digitalen Gesundheit, digitale Gesundheitsinnovationen mit einem ethischen und fairen Ansatz zu gestalten. Wir müssen diesen Wandel nutzen, um einen fairen Ansatz für die digitale Gesundheit zu schaffen und die gesundheitliche Chancengleichheit auf der ganzen Welt zu fördern. Es sollte ein Grundrecht sein, dass neue Technologien, die durch die digitale Medizin geschaffen werden, allen zur Verfügung stehen, auch unterprivilegierten Gruppen und Gemeinschaften. Die digitale Medizin sollte gleichermaßen die Innovation und die Demokratisierung der Gesundheitsversorgung fördern. Ethische Bedenken, insbesondere beim Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen im Gesundheitswesen, sollten hierbei sorgfältig berücksichtigt werden.
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Diversität
Wir setzen uns aktiv für Geschlechtergleichheit, Diversität und Inklusion in der digitalen Medizin ein. Dabei legen wir großen Wert darauf, Datenlücken zu schließen, Data Biases zu vermeiden und Vielfalt zu fördern, indem wir unter anderem auf internationalen Bühnen auf die Bedeutung dieser Themen aufmerksam machen. Darüber hinaus engagieren wir uns in der GMDS Projektgruppe Diversity, die aus der Initiative der AG Thun hervorgegangen ist.
Adresse | Standort
Rahel-Hirsch-Center | Luisenstraße 65 | 10117 Berlin