Digi-POD – Digitalisierte klinische Entscheidungsunterstützung zur Prävention des postoperativen Delirs
Beim postoperativen Delir (POD) handelt es sich um eine Komplikation, die bei Patient:innen mit Risikofaktoren nach einem chirurgischen Eingriff aufgrund externer Auslöser wie Operationsart, Medikamente oder Elektrolytstörungen auftreten kann. POD tritt besonders häufig bei älteren Patient:innen auf und ist mit schlechten Behandlungsergebnissen und erhöhten Gesundheitskosten verbunden. Die Häufigkeit kann jedoch durch eine Kombination aus individuell auf die Patient:innen abgestimmten prä-, intra- und postoperativen Maßnahmen reduziert werden. Die Europäische Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (ESAIC) hat zu diesem Zweck die evidenzbasierte klinische Praxisleitlinie zur Prävention von POD bei Erwachsenen aktualisiert. Diese Leitlinienempfehlungen werden jedoch aus verschiedenen Gründen in der klinischen Praxis nicht immer vollständig umgesetzt.
Im Rahmen von Digi-POD wandeln wir die narrative ESAIC-Leitlinie in ein digitales Format um, das wir in ein klinisches Entscheidungsunterstützungssystem integrieren. Dieses System wird dann in einer klinischen Studie eingesetzt, um zu untersuchen, ob die Einhaltung der Leitlinie mithilfe einer digitalen Leitlinie verbessert und POD letztendlich verhindert werden kann.
