Call: BIH Charité Junior Clinician Scientist Program (JCSP) and BIH Charité Junior Digital Clinician Scientist Program (JDCSP) 2026_I

Das BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientist Programm ist ein anerkannter, moderner Karriereweg in der akademischen Medizin, der Ärzt*innen eine strukturierte fachärztliche Weiterbildung mit definiertem Raum für klinische und grundlagenorientierte Forschung ermöglicht. Mit dem spezifischen BIH Charité Junior Digital Clinician Scientist Programm werden klinisch tätige Mediziner*innen mit einem klar erkennbaren wissenschaftlichen Interesse an der computergestützten Medizin zu Beginn ihrer fachärztlichen Weiterbildung gefördert und damit der Einstieg in eine kombinierte klinisch-wissenschaftliche Karriere mit dem Fokus auf digitale Entwicklungen (z. B. aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Digitale Bildgebung und -analyse, Modellierung, Big Data Analyse, Bioinformatik, Extended Reality-Anwendungen) ermöglicht.
Please note that this announcement is only available in German.
Förderung
Die BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientist Förderung erfolgt mit Unterstützung von Mentor*innen über einen Zeitraum von zwei Jahren an einer akademisch geleiteten klinischen Einrichtung der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Dabei steht ein mit der/dem zuständigen Dienstvorgesetzten und der Kfm. Centrumsleitung (Klinikum) bzw. der Kfm. Direktion (DHZC) fest vereinbarter Anteil der Arbeitszeit ausschließlich der wissenschaftlichen Tätigkeit zur Verfügung.
Für die Durchführung des BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientist Programms benötigen Bewerber*innen eine Finanzierungbestätigung über den Erhalt bzw. die Weiterführung eines Arbeitsvertrages an der Charité über die gesamte Förderzeit, die eine ca. 80-prozentige Kliniktätigkeit über den gesamten Förderzeitraum ermöglicht und ca. 20 Prozent Forschungstätigkeit sicherstellt. Vollzeitstellen werden mit ca. 20 Prozent aber maximal 8,4 Wochenstunden durch das Programm finanziert und müssen zu ca. 80 Prozent weiterhin von der Klinik getragen werden. Von Seiten der Klinik muss der Arbeitsvertrag und eine Freistellung von maximal 8,4 Wochenstunden vom derzeitigen klinischen Einsatzbereich sichergestellt werden, deren Modus vorab in den individuellen Zielvereinbarungen definiert wird. Die Forschungszeit im Rahmen des BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientist Programms kann für die fachärztliche Weiterbildungszeit nicht angerechnet werden, wodurch sich diese entsprechend verlängert. Die Umfinanzierung erfolgt unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe Ä1 auf den Grundlagen des TV-Ärzte Charité.
Die Programmförderung beginnt zum 01. September 2026.
Familienfreundlichkeit und Gleichstellung
Es wurden verschiedene Maßnahmen implementiert, um das BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientist Programm familienfreundlich zu gestalten. Das Programm kann in Teilzeit absolviert werden, wobei lediglich der klinische Anteil reduziert werden kann (auf mind. 20 Prozent einer Vollzeitstelle). Die geschützte Zeit für Forschung von maximal 8,4 Wochenstunden, die durch das Programm getragen wird, kann durch Teilzeit nicht reduziert werden. Die Programmlaufzeit von zwei Jahren verlängert sich durch die Inanspruchnahme von Teilzeit nicht, sondern die klinische Weiterbildung muss entsprechend der Reduktion des klinischen Teils verlängert werden. Außerdem haben Programmteilnehmende die Möglichkeit, in Absprache mit der Programmleitung ihre Personenförderung bis zu maximal 36 Monate (pro Kind bis zu 18 Monate) aufgrund von Beschäftigungsverbot, Mutterschutz und Elternzeit zu pausieren.
Frauen sind nachdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Mit dem Ziel, die besten und innovativsten Kolleg*innen für das BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientist Programm zu motivieren, wird die (Vor)Auswahl der BIH Charité Junior (Digital) Clinician Scientists mithilfe von getrennten „Auswahl-Listen“ für Frauen und Männer erfolgen. Jede „Auswahl-Liste“ erhält jeweils die Hälfte der Plätze. Die Auswahl erfolgt nach definierten Qualitätskriterien und Mindeststandards.
Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte und diesen gleichgestellte Bewerber*innen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung besonders berücksichtigt.
Voraussetzungen
Bewerber*innen müssen ihre ärztliche Weiterbildung in einem klinischen Fachgebiet begonnen haben. Die Weiterbildungsdauer zum Förderbeginn am 01.09.2026 darf jedoch nicht mehr als drei Jahre betragen. Zahnmedizinische Bewerber*innen müssen zum Förderbeginn ihre Spezialisierung in einer zahnmedizinischen Fachdisziplin begonnen haben. Weitere Einstellungsvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Promotion mit einer Promotionsnote von mindestens magna cum laude und eine wissenschaftlich fundierte und erfolgversprechende Projektskizze. Rückkehrer*innen aus dem Ausland sowie Antragsteller*innen außerhalb der Charité sind antragsberechtigt, sofern Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung einen Arbeitsvertrag an der Charité verbindlich in Aussicht haben (siehe „Formblatt Rückkehrer*innen und externe Antragsteller*innen“).
Bewerbung
Die Bewerbung ist bis zum 12. März 2026 (13:00 Uhr) ausschließlich über das BIH Antrags- und Berichtsportal möglich und umfasst u. a.:
ein vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular inklusive Informationen zum Lebenslauf und Projektskizze
ein Empfehlungsschreiben von der Klinik-/Institutsleitung
Benennung von zwei Mentorinnen/Mentoren (klinisch und wissenschaftlich); im Falle einer Bewerbung für das JDCSP zusätzliche Benennung einer dritten Mentorin/eines dritten Mentors (digital-wissenschaftlich)
ausgefüllte und unterzeichnete Formblätter: Leistungsbestätigung, Finanzierungsbestätigung und Informationen zu Ethikvotum und Genehmigung von Tierversuchsvorhaben
Approbationsurkunde
Promotionsurkunde (Note mindestens magna cum laude); falls Promotionsurkunde noch nicht vorhanden: Bescheinigung vom Promotionsbüro oder Nachweis aller Gutachten mit einer Gesamtnote von mindestens magna cum laude; Bewerber*innen mit ausländischen Studienabschlüssen benötigen ein Äquivalent zur deutschen benoteten Promotion oder ggf. einen PhD; Dr. med. als Diplomabschluss wie z. B. üblich in Österreich, Ungarn oder Italien wird nicht als PhD-Äquivalent anerkannt
Zur Unterstützung für die Antragstellung stehen Bewerberinnen/Bewerbern folgende Angebote zur Verfügung:
Zur Klärung administrativer und inhaltlicher Fragen rund um die Ausschreibung, bieten wir seitens der Geschäftsstelle zwei Sprechstunden am 18.02.2026 von 11:00-11:30 Uhr und am 05.03.2026 von 13:00-13:30 Uhr online via Microsoft Teams (Teams Link) an.
Das BIH Charité (Junior) (Digital) Clinician Scientist Programm verpflichtet sich den Kriterien des QUEST Centers for Responsible Research zur Steigerung der Werthaltigkeit und des Nutzens biomedizinischer Forschung durch die Maximierung von Qualität, Reproduzierbarkeit, Verallgemeinerbarkeit und Validität von Forschungsdaten. Diese Kriterien sind im Template zur Projektskizze intergiert. Um diese gezielt adressieren zu können, wird Bewerberinnen/Bewerbern die Teilnahme an der Informationsveranstaltung zu Kriterien robuster und transparenter Wissenschaft empfohlen. Der Workshop findet am 18. Februar 2026 von 09:30-10:30 Uhr online via Microsoft Teams statt. Nähere Informationen dazu und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.
Im Rahmen von Gleichstellungsmaßnahmen haben Bewerberinnen die Möglichkeit (sofern noch Plätze verfügbar sind) an einem individuellen Coaching mit Fokus auf die Antragstellung und/oder Selbstpräsentation im Auswahlkolloquium teilzunehmen. Wir bitten interessierte Bewerberinnen, sich für nähere Informationen an die CSP Geschäftsstelle (clinician-scientist@charite.de) zu wenden.
Da uns bei Projekten mit digitalen Aspekten immer wieder Anfragen erreichen, wie „digital“ die Projekte für das (Junior) Digital Clinician Scientist Programm sein sollten, haben wir eine diesbezügliche Orientierungshilfe in Form der folgenden Tabelle entwickelt:

Bewerbungsfrist
12. März 2026, 13:00 Uhr
Kontakt
Nähere Auskünfte zum J(D)CSP erhalten Sie bei
Frau Dr. Katharina Walentin
+49 (0) 30 450 543 306
Um sich bewerben zu können, ist Ihre Registrierung im BIH Antrags- und Berichtsportal erforderlich.
Bei technischen Problemen mit dem BIH Portal schicken Sie bitte eine E-Mail an [email protected].
Bitte beachten Sie das aktuelle Merkblatt sowie die aktuellen Formblätter.
Zwei der Bereiche des BIH zur Unterstützung der medizinischen Translation sind die BIH Biomedical Innovation Academy (BIA) und Charité BIH Innovation (CBI).
Die BIH Biomedical Innovation Academy (BIA) rückt Nachwuchswissenschaftler*innen in den Fokus und agiert als Think Tank für strategische Personalentwicklung in der Biomedizin und für neue Modelle der akademischen Innovation. Durch frühes Scouting von herausragenden Talenten und zielgruppenspezifische Förderprogramme wird eine neue Generation von translational geschultem klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs hervorgebracht. Die BIA setzt auf Personenförderung mithilfe von fokussierten Förderprogrammen für jede Karrierephase – vom Promotionsstipendium über das (Junior) (Digital) Clinician Scientist Programm bis hin zum Advanced Clinician Scientist Programm.
Charité BIH Innovation unterstützt als Technologietransfer Forscher*innen und Kliniker*innen bei der Entwicklung und dem Transfer von Produkten in die medizinische Anwendung bzw. in den Gesundheitsmarkt, z. B. durch Lizenz oder Unternehmensgründung. Neben Beratung und Begleitung in den Bereichen IP, Patentierung, Lizensierung und Recht bietet Charité BIH Innovation zwei Förderprogramme an. Das Programm SPARK-BIH fördert Projekte im Bereich Therapieentwicklung, Diagnostik und Medizintechnik, z. B. zur Validierung von Forschungsergebnissen mit dem Ziel der Therapie- bzw. Produktentwicklung. Das Programm BIH Digital Health Accelerator fördert Projekte basierend auf digitalen Technologien bei der Entwicklung von marktreifen Lösungen im Bereich Digital Health.
Die Programme der BIA und von CBI sind grundsätzlich kombinierbar, solange eine Doppelförderung ausgeschlossen ist. Eine vorherige Abstimmung mit den jeweiligen Programmleitungen ist hierfür jedoch unbedingt notwendig. Ziel ist es, herausragenden Talenten exzellente Karrierewege in Forschung, Klinik und Entrepreneurship zu eröffnen und medizinische Translation bis in die Anwendung zu ermöglichen.