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Anlässlich ihrer demnächst erscheinenden Broschüre „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland“ lädt die AG Gentechnologiebericht zu einer öffentlichen Abendveranstaltung ein.

Gentechnik wird heute in zahlreichen Forschungs- und Anwendungsbereichen eingesetzt und hat auch in unseren Alltag längst Einzug gehalten, in Arzneimittel und Therapien, in Haushaltsartikel und Lebensmittel. Dennoch werden bestimmte gentechnische Forschungsbereiche gerade in Deutschland immer noch mit großer Skepsis betrachtet, die insbesondere mit moralischen Wertvorstellungen (wie zu „Natürlichkeit“) und Sicherheitsbedenken zusammenhängt. Das hat Auswirkungen auf die deutsche Forschungslandschaft, die in einigen Bereichen im internationalen Vergleich eine besonders strikte Regulierung, restriktive Gesetze, umfangreiche bürokratische Vorgaben, als unverhältnismäßig wahrgenommene Sicherheitsvorschriften sowie unzureichende Förderung aufweist. Aus Sicht von Forschenden werden diese Hürden zunehmend höher, was das Erreichen gesellschaftlich erstrebenswerter Ziele behindert. Drängende Fragen sind z. B.: Wie können neue Therapien (z. B. für Parkinson), die unter Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen entwickelt wurden, auch in Deutschland bei Patient*innen ankommen? Wo brauchen wir weiterhin Tierversuche und was steht aktuell der Entwicklung und Validierung von Alternativmethoden im Weg? Welche Maßnahmen sind notwendig, um weder Forschung in der Grünen, Weißen und Roten Gentechnologie noch Sicherheit einzuschränken? 

Die AG lädt Sie herzlich ein, sich an der Diskussion über Potenziale und Bedingungen für Forschung in Deutschland zu beteiligen.

Programmablauf

Nach einer Einführung von Boris Fehse stellt Sina Bartfeld die Potenziale der Organoidforschung für Alternativmethoden zu Tierversuchen vor. Ralf Müller-Terpitz wird auf die rechtliche Grundlage für die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen eingehen. Stephan Clemens beleuchtet die aktuelle Situation für Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen und deren Bedeutung und Tobias Erb erläutert, wie vermeintliche Sicherheitsbestimmungen in der Weißen Biotechnologie abgebaut werden könnten. Boris Fehse moderiert den Abend.

Vortragende und Diskutierende

  • Prof. Dr. Boris Fehse: Professor für Zell- und Gentherapie, Klinikdirektor Forschung, Klinik für Stammzelltransplantation, UK Hamburg-Eppendorf; Sprecher der AG Gentechnologiebericht.
  • Prof. Dr. Sina Bartfeld: Professorin für Medizinische Biotechnologie, TU Berlin, „Der Simulierte Mensch“; TU Berlin und Charité; Mitglied der AG Gentechnologiebericht.
  • Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz: Direktor des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik, Universität Mannheim; Mitglied der AG Gentechnologiebericht.
  • Prof. Dr. Stephan Clemens: Professor für Pflanzenphysiologie, Gründungsdekan der Fakultät für Lebenswissenschaften, Universität Bayreuth; Mitglied der AG Gentechnologiebericht.
  • Prof. Dr. Tobias Erb: Professor für Mikrobiologie, Philipps-Universität Marburg, Direktor des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie, Marburg; Mitglied der AG Gentechnologiebericht.

Info

Wann
Dienstag, 2. Dezember 2025
18:00 bis 19:45 Uhr

Wo
Kaiserin-Friedrich-Haus, Hörsaal
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin

Leider ist der Veranstaltungsort nur teilweise barrierefrei zugänglich. Wenn Sie Hilfe benötigen, Fragen zur Zugänglichkeit des Veranstaltungsortes haben oder generell zur Barrierefreiheit der Veranstaltung, kontaktieren Sie uns bitte im Voraus: events@bih-charite.de

Anmeldung
Anmeldung

Veranstalter
Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht am
Berlin Institute of Health at Charité (BIH)

Kontakt

Hannah Schickl

Koordinatorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontaktinformationen
Telefon:+49 30 450 543 313
E-Mail:hannah.schickl[at]bih-charite.de