Resilience Care übernimmt Recovery Cat, um die Expansion in Europa zu beschleunigen

Resilience Care, ein führender Anbieter im Bereich von Remote Patient Monitoring bei verschiedenen Erkrankungen, gab heute die Übernahme von Recovery Cat bekannt, einem in Deutschland ansässigen Digital-Health-Unternehmen, das sich auf die psychiatrische Versorgung spezialisiert hat. Das Unternehmen will damit seine Expansion in Europa beschleunigen, um einer größeren Zahl von Patienten eine personalisierte, kontinuierliche und proaktive klinische Nachsorge zu bieten.
Als führendes Unternehmen im Bereich des Managements chronischer Erkrankungen ist Resilience Care derzeit in mehr als 220 Gesundheitseinrichtungen in Frankreich, Belgien und Deutschland im Einsatz. Im Bereich der Psychiatrie wird die auf affektive Störungen (Depressionen und bipolare Störungen) spezialisierte Lösung zum Remote Patient Monitoring (RPM) in über 25 französischen Gesundheitseinrichtungen eingesetzt. Zu den Partnern des Unternehmens zählen bedeutende Akteure wie Ramsay Santé und Inicea (Clariane-Gruppe).
Psychische Erkrankungen gehören weltweit zu den Hauptursachen für Morbidität, doch der Zugang zu angemessener Versorgung ist im Verhältnis zum aktuellen Bedarf nach wie vor erheblich eingeschränkt. Angesichts dieser Herausforderung für die öffentliche Gesundheit hat sich Resilience Care zum Ziel gesetzt, RPM als Versorgungsstandard in der Psychiatrie zu etablieren, um Risikosituationen früher zu erkennen, die Therapietreue zu fördern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Übernahme von Recovery Cat ermöglicht es Resilience Care, seine Präsenz in Deutschland auszubauen. Beide Unternehmen teilen das Engagement, medizinische Innovationen möglichst vielen Patienten zugänglich zu machen.
Ein deutscher Pionier im Bereich Remote Monitoring in der Psychiatrie
Recovery Cat wurde 2020 von Dr. Jakob Kaminski, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Wissenschaftler, mitgegründet und ging aus Forschungsarbeiten an der Abteilung für Psychiatrie und Neurowissenschaften der Charité – Universitätsmedizin Berlin hervor. Mit Unterstützung des Deutschen Prototype Funds und des Digital Health Accelerator des Berlin Institute of Health leistete das Unternehmen Pionierarbeit bei der Einführung eines hybriden psychiatrischen Versorgungsweges in Deutschland. Recovery Cat hat eine Plattform zur Therapieüberwachung für Menschen mit schweren psychiatrischen Störungen entwickelt, die in rund 20 Krankenhäusern und Praxen zum Einsatz kommt. Das Unternehmen hat zudem einen Selektivversorgungsvertrag mit der Techniker Krankenkasse (TK), Deutschlands größtem gesetzlichen Krankenversicherer, abgeschlossen, der Patienten kostenlosen Zugang zur App gewährt und es Gesundheitsdienstleistern ermöglicht, eine Vergütung für ihre Aktivitäten bezüglich der digitalen Begleitung zu erhalten.
In den kommenden Monaten werden die Kooperationspartner von Recovery Cat schrittweise auf die Plattform von Resilience Care umgestellt, während die Teams bestehende, etablierte Partnerschaften weiter vertiefen werden.
„Durch die Integration von Recovery Cat – einem Unternehmen mit einem starken Partnernetzwerk, soliden wissenschaftlichen Grundlagen, fundierter lokaler Expertise und einem Versorgungsvertrag mit Deutschlands größtem Krankenversicherer – stärken wir unsere Position als europäischer Akteur und treiben unser Ziel voran, die Fernüberwachung zu einem Versorgungsstandard zu machen“, sagte Jonathan Benhamou, Mitbegründer und CEO von Resilience Care.
„Wir haben Recovery Cat in der Überzeugung gegründet, dass Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen von einer personalisierten, datengestützten und einfühlsamen Versorgung auf Augenhöhe profitieren sollten. Der Zusammenschluss mit Resilience Care verschafft uns Zugang zu umfassenderen klinischen, technischen und operativen Kapazitäten, um unser Engagement für die Patienten fortzusetzen“, sagte Dr. Jakob Kaminski, Mitbegründer und CEO von Recovery Cat.
„Recovery Cat ist ein Beispiel dafür, was translationale Forschung erreichen soll: Technologie-Push und Klinik-Pull wirken synergetisch zusammen, um ein Produkt zu schaffen, das die Versorgung der Patienten in der Routinepraxis verbessert. Da sich unser Spin-off nun einem europäischen Partner anschließt, entfaltet die medizinische Innovation aus Berlin eine Wirkung, die weit über ihren Ursprungsort hinausreicht“, sagte Prof. Dr. Christopher Baum, Chief Translational Research Officer an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Vorsitzender des Verwaltungsrats des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH).
„Die Kluft zwischen den Bedürfnissen psychiatrischer Patienten und dem, was unser System derzeit leisten kann, wird immer größer. Durch das kontinuierliche remote monitoring können wir sehen, wie es den Menschen zwischen den Terminen tatsächlich geht, anstatt uns auf eine Momentaufnahme alle paar Wochen zu verlassen“, sagte Univ. Prof. Dr. med. Malek Bajbouj, Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Neurowissenschaften am Campus Charité Mitte.