Entdeckerin der springenden Gene – erst ignoriert, später mit dem Nobelpreis geehrt
Barbara McClintock *1902-1922

No two plants are exactly alike. They’re all different, and as a consequence, you have to know that difference. I start with the seedling and I don’t want to leave it. I don’t feel I really know the story if I don’t watch the plant all the way along. So I know every plant in the field. I know them intimately. And I find it a great pleasure to know them.
Barbara McClintock

Die Zytogenetikerin und Nobelpreisträgerin Barbara McClintock wurde 1902 in Connectitut, USA, geboren. Sie studierte Botanik an der Cornell Universität und promovierte 1927. Trotz erster bedeutender Entdeckungen war es für sie als Frau in der Wissenschaft herausfordernd. Nach Jahren in schlecht bezahlten und ungesicherten Positionen in Missouri, Kalifornien und Berlin war sie ab 1941 bis zu ihrer Pensionierung am Cold Spring Harbor Laboratory in New York tätig. Bereits während des Studiums begann sie mit Untersuchungen auf dem neuen Gebiet der Zytogenetik mit Fokus auf den Chromosomenanalysen von Mais, indem sie Generationen von Maispflanzen züchtete und deren Variationen untersuchte. Der Mais blieb zeitlebens ihr Forschungsobjekt. 1951 bewies sie mit ihren Experimenten die Existenz der „springenden Gene“. Diese sogenannten Transposons sind codierende DNA-Abschnitte, die ihre Position innerhalb der DNA wechseln können. Außerdem konnte sie nachweisen, dass genetisches Material von der Umwelt beeinflusst wird. Diese weitreichenden Entdeckungen widersprachen der vorherrschenden Meinung und wurden erst Ende der 1970er Jahre anerkannt. 1983 erhielt Barbara McClintock für die Entdeckung der Transposition den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Sie starb 1992 im Alter von 90 Jahren.
Raum
Namensgeberin für:
BIH CoWorking Ebene 04