Erste Frau mit Nobelpreis für Medizin – Mitentdeckerin des Cori-Zyklus
Gerty Cori *1896–1957
I believe that in art and science are the glories of the human mind. I see no conflict between them.

Die Biochemikerin Gerty Theresa Cori wurde 1896 in eine wohlhabende jüdische Familie in Prag geboren. 1920 schloss sie ihr Medizinstudium an der deutschen Universität in Prag ab und heiratete Carl Cori, mit dem sie nach Wien ging. Sie arbeitete als Assistenzärztin an einer Wiener Kinderklinik, bis das Ehepaar 1922 aufgrund von zunehmendem Antisemitismus in die USA emigrierte. An einer Forschungseinrichtung in Buffalo übernahm Carl eine biochemische Forschungsstelle, Gerty hingegen einfache Laborarbeit. Das Ehepaar untersuchte trotz des Verbotes einer Forschungskooperation gemeinsam den Stoffwechsel der Kohlenhydrate. 1929 beschrieb das Ehepaar den Cori-Zyklus, den biochemischen Kreislauf von Glucose und deren Abbauprodukten zwischen Skelettmuskeln und Leber, und entdeckte den Cori-Ester. Dafür erhielten sie beide gemeinsam 1947 der Nobelpreis in Physio-logie oder Medizin, womit Gerty Cori die erste Medizinnobelpreisträgerin war. 1931 wechselte das Ehepaar an die Washington University: Gerty als unterbezahlte Forschungsassistentin, ihr Mann als Leiter der Abteilung für Pharmakologie. Sie unter suchte zudem erfolgreich Glykogenspeicherkrankheiten. 1947 wurden ihre Leistungen auch akademisch mit einer Professur anerkannt. Ihr wurden fünf Ehrendoktortitel verliehen und sie gewann weitere wissenschaftliche Preise. 1957 erlag sie der Myelofibrose, einer seltenen Krankheit des Knochenmarks.
Namensgeberin für
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Gruppen Besprechungsraum 06 212b