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Each protein sequence that is established, each evolutionary mechanism that is illuminated, each major innovation in phylogenetic history that is revealed will improve our understanding of the history of life.

Margaret Oakley Dayhoff

Die Begründerin der Bioinformatik Margaret Oakley Dayhoff wurde 1925 in Philadelphia, USA, geboren. Aufgrund herausragender Schulleistungen erhielt sie ein Stipendium für Mathematik an der New York University, an der sie 1945 mit magna cum laude graduierte. 1948 promovierte sie in Quantenchemie mit einer Arbeit zur Nutzung von Computersystemen zur Massendatenverarbeitung in der theoretischen Chemie. Im selben Jahr heiratete sie den Physiker Edward Dayhoff, mit dem sie zwei Kinder hatte. Nachdem sie an der Rockefeller Universität bis 1951 auch noch ein Studium der Elektrochemie absolviert hatte, erhielt sie zunächst eine Forschungsstelle an der Universität Maryland und 1959 eine Professur für Physiologie und Biophysik an der Georgetown Universität.

Ab 1955 entwickelte sie Programme für Computersysteme, mit denen man Aminosäuresequenzen homologer Proteine bei verschiedenen Arten vergleichen konnte. Damit bereitete sie den Weg für das Sequenzalignment. 1965 publizierte sie einen Atlas zu Proteinsequenzen, entwickelte den heute üblichen Einzelbuchstabencode für Aminosäuren und bildete somit die Grundlage für die erste Protein-Datenbank. 1966 entwickelte sie das PAM-Modell zur Bestimmung der Veränderungswahrscheinlichkeit einer Proteinsequenz. Margaret Oakley Dayhoff verstarb krankheitsbedingt im Alter von 57 Jahren.

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Namensgeberin für:

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