Entschlüsselte kognitive Funktionen – und prägte die moderne Neurowissenschaft
Patricia Goldman-Rakic *1937–2003

Die Neurowissenschaftlerin Patricia Goldman-Rakic, geborene Shoer, wurde 1937 in Massachusetts als Tochter jüdischer Einwanderer geboren. Sie erwarb 1959 einen Bachelor-Abschluss in Neurobiologie am Vassar College und promovierte 1963 in Entwicklungspsychologie an der University of California. Nach jahrelanger Forschungstätigkeit am National Institute of Mental Health, wo sie ab 1965 Leiterin der Abteilung für Entwicklungsneurobiologie war, wurde sie 1979 Professorin an der Yale School of Medicine. Im selben Jahr heiratete sie den Wissenschaftler Pasko Rakic.

Patricia Goldman-Rakic erstellte die erste „Karte“ des Frontallappens des Gehirns, der mit den gängigen Untersuchungsmethoden bis dahin als unzugänglich galt. Sie erforschte die Struktur und entdeckte, dass Zellen im präfrontalen Kortex für bestimmte Gedächtnisaufgaben zuständig sind, woraus sie die Theorie des Arbeitsgedächtnisses entwickelte. Diese Grundlagenforschung hat entscheidend zum Verständnis von Schizophrenie, ADHS, Parkinson und Demenz beigetragen. Für ihre Pionierarbeit in den Neurowissenschaften wurde sie mit zahlreichen Preisen aus-gezeichnet. Patricia Goldman-Rakic starb im Jahr 2003 an den Folgen eines Autounfalls.
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