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I should thank Mussolini for having declared me to be of an inferior race. This led me to the joy of working, not any more unfortunately in university institutes, but in a bedroom.

Rita Levi-Montalcini

Die Neurobiologin Rita Levi-Montalcini wurde 1909 in Turin, Italien, geboren. Sie studierte Medizin an der Universität Turin und arbeitete ab 1936 als Laborassistentin für Giuseppe Levi. Diese Tätigkeit wurde ihr als Jüdin durch das faschistische Rassenmanifest von 1938 verboten. Daraufhin improvisierte sie ein Heimlabor und führte, angeregt durch einen Artikel des Embryologen Viktor Hamburger, heimlich Experimente zum Wachstum von Nervenzellen mit Silberfärbung an Hühnerembryonen durch.

Trotz zweifacher Flucht und einem heimlichen Leben im Untergrund von  Florenz während des Zweiten Weltkrieges hielt sie ihre Forschungstätigkeit aufrecht. 1945 war sie als Ärztin in einem Flüchtlingscamp tätig, bevor sie ihre akademische Tätigkeit wiederaufnahm. 1946 nahm sie eine Forschungsstelle bei Viktor Hamburger an der Washington Universität an, wo sie 30 Jahre lang tätig war und ab 1958 eine Professur innehatte. 

1986 erhielt sie gemeinsam mit Stanley Cohen den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors. Für ihre herausragenden Forschungstätigkeiten erhielt sie viele weitere Auszeichnungen. Außerdem baute sie ein Forschungsinstitut in Rom auf und gründetet 2002 das dortige Europäische Hirnforschungsinstitut, das heute ihren Namen trägt. Rita Levi-Montalcini wurde 2001 zur Senatorin auf Lebzeiten im italienischen Senat ernannt und starb im Alter von 103 Jahren.

Namensgeberin für

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Gruppen Besprechungsraum 06 112c