

Haben Sie sich schon mal in einer unangenehmen Situation am Arbeitsplatz wiedergefunden? Wurden Sie anders als Andere oder diskriminierend behandelt? Haben Sie einen Konflikt erlebt?
Diskriminierung, Machtmissbrauch, Belästigung und Konflikte am Arbeitsplatz sind allgegenwärtig.
Doch Sie müssen damit nicht alleine fertig werden. Egal, ob Sie das Gefühl haben, dass Ihre Arbeit nicht wertgeschätzt wird, Sie sich als Mensch nicht gesehen fühlen oder das Arbeitsklima in Ihrer Gruppe nicht unterstützend ist - die First Contact Points sind da, um Ihnen zuzuhören und Sie zu unterstützen. Als Kolleg*innen von nebenan haben die FCPs ein offenes Ohr für Ihr Erlebtes und bieten vertrauliche Anlaufstellen, die wertfrei und repektvoll Unterstützung anbieten.
Kontaktaufnahme mit FCP
Hier geht es direkt zur Kontaktaufnahme mit den FCPs (Intranet).
Informationen First Contact Points
-
Was sind First Contact Points (FCPs)?
Die First Contact Points (FCP) sind niedrigschwellige Erstanlaufstellen für alle Mitarbeitenden, Studierenden und Gäste des BIH, die verschiedene Formen von Konflikten, Diskriminierung oder sonstigen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz erlebt oder beobachtet haben. Niederschwellig bedeutet, dass sie als "Kolleg*innen von nebenan" für alle Menschen ohne großen Aufwand und ohne Klarheit über das Anliegens einfach und schnell Unterstützung anbieten.
Vorrangig stehen sie für Vorfälle im beruflichen Kontext zur Verfügung, können aber auch bei darüberhinausgehenden Schwierigkeiten kontaktiert werden.
Die FCPs sind nicht für eine Lösung verantwortlich, sondern helfen den Ratsuchenden die geschilderte Situation zu sortieren, unterstützen bei der Findung von Lösungsansätzen und der Einleitung weiterer Schritte. Gegebenfalls verweisen sie auch an geeignete Beratungsstellen weiter.Die FCPs haben keine professionelle Ausbildung als Berater*in. Sie sind Kolleg*innen, die sich freiwillig aus Überzeugung für ein solidarisches Miteinander zusätzlich zur regulären Tätigkeit als FCPs gemeldet haben. Sie handeln unabhängig von ihren anderen Rollen, Funktionen und Hierarchien, und das Gespräch wird vertraulich behandelt und hat keine Auswirkungen auf die Arbeit der Person.
In Workshop-Modulen wurden Grundkenntnisse in Beratung, Kommunikation und Antidiskriminierung vermittelt.
Grundlage für die Arbeit des FCP ist das Mission Statement für ein faires und respektvolles Miteinander am BIH vom 1.2.2023.Hier gelangen Sie zur Seite, wo Sie die First Contact Points - nach Standorten aufgelistet - finden können.
-
Wer kann die FCPs aufsuchen?
Alle Mitarbeitenden, Studierenden und Gäste des BIH, die von Diskriminierungen, Belästigung, Machtmissbrauch und wissenschaftlichem Fehlverhalten betroffen sind oder Konflikte unterschiedlichen Ausmaßes oder persönliches Unwohlsein selbst oder als Zeug*innen und Beobachter*innen erlebt haben.
-
Mit welchen Themen kann ich die FCPs aufsuchen?
Bei jeglicher Form und jeglichem Ausmaß an:
- Diskriminierung
- Belästigung
- Machtmissbrauch
- wissenschaftliches Fehlverhalten
- Konflikte
- persönliches Unwohlsein
Auch wenn Menschen unsicher sind, ob eine erlebte Situation als Diskriminierung, Konflikt oder Machtmissbrauch eingeordnet werden kann, sind die FCPs für ratsuchende Personen da.
Vorrangig stehen sie für Vorfälle im beruflichen Kontext als Anlaufstelle zur Verfügung, können aber auch bei darüberhinausgehenden Schwierigkeiten kontaktiert werden, um ggf. an entsprechende Beratungsstellen zu verweisen. -
Grundsätze der Beratung
Die FCPS arbeiten nach folgenden Grundsätzen:
- Unabhängigkeit: Die FCPs agieren unabhängig von ihrer Position und Berufsgruppe am BIH und von sonstigen Hierarchieebenen.
- Vertraulichkeit: Alle Anfragen und Beratungen werden vertraulich behandelt. Das Beratungsangebot ist ein geschützter Raum. Die Verschwiegenheit der FCPs ist fundamental. Sie sind auch anderen Berater*innen, Vorgesetzten oder Kolleg*innen gegenüber zur Verschwiegeheit verpflichtet . Es sei denn die ratsuchende Person entbindet den*die Berater*in von der Verschwiegenheitspflicht.
- Transparenz: Der Beratungsprozess und die Bedingungen werden transparent gemacht.
- Zustimmung (Konsens): Individuelle Grenzen werden respektiert. Ein Nein ist ein Nein. Und nur ein Ja ist ein Ja.
Die FCPs handeln nicht eigenständig ohne Einverständnis der ratsuchenden Person. Dem Beratungsgespräch wird über eine Einverständniserklärung schriftlich zugestimmt
- Ergebnisoffenheit: Das Anliegen der ratsuchende Person steht im Fokus. Die Beratung versucht nicht, in eine bestimmte sozial, politisch oder institutionell erwünschte Richtung zu drängen. Es wird der ratsuchenden Person überlassen, welche Schlüsse aus der Beratung gezogen werden und welche weiteren Maßnahmen folgen.
- Definitionsmacht und Selbstbestimmung: Menschen, die (sexualisierte) Gewalt, anderes grenzüberschreitendes Verhalten oder Diskriminierung erfahren haben, definieren selbst:
- welche Probleme adressiert werden
- worin die Grenzverletzung besteht
- wie es nach dem Vorfall weiter geht.
Betroffene Personen von Gewalt und Diskriminierung geraten nicht unter Rechtfertigungsdruck und bennennen eigene Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen.
- Unabhängigkeit: Die FCPs agieren unabhängig von ihrer Position und Berufsgruppe am BIH und von sonstigen Hierarchieebenen.
-
Was sind die Aufgaben der First Contact Points (FCPs)?
First Contact Points sind eine Art Clearingstelle für Kolleg*innen, die von Diskriminierungen, Machtmissbrauch, Belästigung, wissenschaftlichem Fehlverhalten o.ä. betroffen sind oder Konflikte erleben.
Die FCPs helfen den Ratsuchenden, ihre Situation zu sortieren und Lösungsansätze zu finden. Sie hören den Ratsuchenden zu, nehmen die geschilderten Probleme ernst, helfen diesen, die Situation zu reflektieren und stehen der ratsuchenden Person vertraulich zur Seite, ohne zu urteilen oder zu bewerten.
Die First Contact Points informieren die Ratsuchenden (z.B. zu Verantwortlichkeiten am BIH, zu den verschiedenen Formen von Konflikten und Diskriminierung, zum Beschwerdeablauf und anderen spezifischen Anlaufstellen) und unterstützen ggf. die ratsuchende Person, um sich an anderer Stelle die passende Hilfe zu holen (professionelle Hilfe, gewählte Vertretungen, externe Stellen, o.a.). Eine weitere Begleitung der ratsuchenden Person z.B. im Rahmen der offiziellen Beschwerde, liegt im Ermessen der FCP.
Die Berater*innen erarbeiten keine Lösung für die Ratsuchenden, sondern helfen diesen, eine Lösung zu finden und Vor- und Nachteile im Gespräch abzuwägen. Aufgabe der Anlaufstelle ist nicht die Schlichtung eines Konflikts, dafür stehen andere Stellen zur Verfügung.
Vor allem bei schweren Fällen von Mobbing, sexueller oder anderweitiger Belästigung oder Gewalt weisen sie die Ratsuchenden auf die Wichtigkeit eines Gedächtnisprotokolls, die Sicherung von Beweisen und die Meldung des Vorfalls bei der Führungskraft oder AGG-Beschwerdestelle hin.
-
Wie läuft ein Beratungsgespräch ab?
Nach Kontaktaufnahme mit einem selbt gewählten FCP wird ein Beratungsgespräch innerhalb von 1 Woche vereinbart.
Das Beratungsgespräch hat einen zeitlichen Rahmen von ungefähr 30-60 Minuten. Wenn Themen offenbleiben, können Folgetermine vereinbart werden.
Zu Beginn der Beratung unterzeichnen ratsuchende und beratende Person eine Einverständniserklärung.
FCPs hören den Ratsuchenden zu, nehmen die geschilderten Probleme ernst, helfen diesen, die Situation zu reflektieren und stehen der ratsuchenden Person vertraulich zur Seite, ohne zu urteilen oder zu werten.
Die FCPs informieren die Ratsuchenden und unterstützen ggf., um sich an anderer Stelle die passende Hilfe zu holen (professionelle Hilfe, gewählte Vertretungen, externe Stellen, o.a.).
Die Berater*innen erarbeiten keine Lösung für die Ratsuchenden, sondern helfen diesen, eine Lösung zu finden und Vor-und Nachteile im Gespräch abzuwägen.
Ein Beratungsgespräch führt nicht automatisch zu Konsequenzen und rechtlichen Schritten, wenn das die ratsuchende Person nicht mit dem*der Berater*in vereinbart. Es liegt nur an den Betroffenen selbst, ob und welche nachfolgende Schritte unternommen werden.
Beschwerdeablauf
Bei Beschwerden wird nach folgendem Beschwerdeablauf gehandelt.
Weitere Beratungsstellen
Wenn Sie sich direkt an professionelle Beratungsstellen wenden möchten: