Kurzinterview mit Roland Eils zur Gründung der EHDA e.V.

Um Gesundheitsdatenräume zu schaffen, die im Sinne der Bürger*innen sind, gründete sich Ende 2023 die European Health Data Alliance e.V. Wir haben dazu dessen Vorstandsvorsitzenden Prof. Roland Eils, Gründungsdirektor des Center of Digital Health.
Wie kam es zur Gründung des Vereins EHDA e.V.?
Die Konsortialmitglieder der drei GAIA-X Gesundheitsprojekte gaia-X MED, HEALTH-X und TEAM-X wollten sicherstellen, dass auch nach Ablauf der Förderprojekte weiter an föderierten europäischen Gesundheitsdatenräumen gearbeitet wird. Daher wurde der EHDA e.V. im Dezember 2023 gegründet, um den Schwung und die Ergebnisse dieser drei Projekte zu erhalten und weiterzuführen. In der Zwischenzeit sind auch noch weitere Mitglieder aus Industrie, KMU und Forschungsinitiativen dazugestoßen.
Wofür steht der Verein und was ist das Ziel?
EHDA e.V. sieht sich gemeinwohlorientierter Verein mit dem Ziel, die Entwicklung von bürger:innenzentrierten Gesundheitsdatenräumen in Europa voranzutreiben. Man sieht sich als Wegbereiter, Think Tank und Anknüpfpunkt für wegweisende EHDS-konforme Projekte, mit Best Practices und Spezifikationen, sowie als Garant für die zukünftige Entwicklung von innovativen datengetriebenen Gesundheitslösungen. In Arbeitsgruppen erarbeitet der Verein so die besten Strategien und Standards mit denen europäische Gesundheitsdatenräume erstellt und betrieben werden können.
Welche Vorteile bringt der European Health Data Space für Forschende und Patient*innen?
EHDS stellt eine Gesundheitsdatenlandschaft in Aussicht, die, unter Wahrung der Privatsphäre, allen Beteiligten bessere Möglichkeiten gibt, mit Echtweltdaten zu forschen und Gesundheitsdaten auszutauschen. Damit bekommen Patient*innen schon mittelfristig bessere Diagnosen, bessere datenbasierte Behandlungen und vor allem mehr Kontrolle über ihre eigenen Gesundheitsdaten.
EHDS stellt dabei den europäischen Austausch in den Mittelpunkt, so dass wir der zunehmenden Mobilität europäischer Bürger*innen gerecht werden und echte europäische Zusammenarbeit auch im Gesundheitssektor herstellen.
