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Hintergrund

Laut des Berichtes der InterAcademy Partnership (IAP) 'Combatting Predatory Academic Journals and Conferences' war in der letzten Dekade ein besorgniserregender Anstieg unseriöser Zeitschriften und Konferenzen zu verzeichnen: Mittlerweile gibt es über 15.000 sogenannte Raubjournale (Cabells Predatory Reports, 2022) und es wird vermutet, dass es inzwischen möglicherweise mehr unseriöse als seriöse Konferenzen gibt (Grove et al., 2017).

Unter dem Oberbegriff „räuberische Praktiken“ verbirgt sich ein breites Spektrum, das von fragwürdigen und unethischen bis hin zu wirklich betrügerischen Praktiken reicht. Im Kern dienen diese Praktiken dazu, Bedarfe der Wissenschaft finanziell bestmöglich auszubeuten, ohne sie wirklich zu befriedigen. Da die Methoden immer ausgefeilter werden, wird es immer schwieriger, räuberische Zeitschriften und Konferenzen zu identifizieren.

Sogenannte Raubjournale (predatory journals) veröffentlichen Artikel gegen Bezahlung, ohne ein ausreichendes Qualitätssicherungsverfahren (Peer Review) durchzuführen. Artikel in Raubjournalen werden zudem oft nicht in den relevanten Fachdatenbanken indexiert, bleiben somit der Fachcommunity verborgen und werden kaum zitiert.

Raubkonferenzen (predatory conferences) sind Konferenzen, die ohne wissenschaftlichen Anspruch veranstaltet werden und gegen Bezahlung jegliche Teilnehmer:innen und deren Beiträge akzeptieren, ohne ein angemessenes Überprüfungsverfahren durchzuführen.

Ihr Beitrag als Führungskraft

Teilnahme am Workshop der Medizinischen Bibliothek der Charité mit den folgenden Inhalten und Lernzielen:

  • Predatory Publishing: Definition, Ausmaß und Konsequenzen für alle Beteiligten
  • Vorgehen und Instrumente zur Unterscheidung seriöser und unseriöser Zeitschriften
  • Was tun, wenn Sie bei einem Raubjournal eingereicht haben?
  • Beispiele und praktische Übung zum Erkennen von Raubjournalen
  • Gemeinsamkeiten zwischen räuberischen Fachzeitschriften und räuberischen Konferenzen erkennen

Kontakt

Katharina Schulz

Open-Access-Referentin

Kontaktinformationen
Anschrift:Medizinische Bibliothek
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1

13353 Berlin
Telefon:+49 30 450 576 644
E-Mail:katharina.schulz@charite.de
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