Charité/BIH und Israelische Innovationsbehörde treiben gemeinsam Innovationen in der Medizin voran

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Israelische Innovationsbehörde (IIA) haben im Jahr 2020 ein gemeinsames Programm gestartet, das auf die Förderung und Validierung von Innovationen im Bereich der digitalen Medizin und Medizintechnologie abzielt. Dieses Kooperationsprojekt wurde 2022 unter dem Titel "International Health-Tech R&D and Pilot Program" erneut aufgelegt. In erster Linie verfolgt dieses ehrgeizige Vorhaben das Ziel, Erfolg versprechende Partnerschaften zwischen führenden Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen der Charité und dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) sowie vielversprechenden israelischen Start-ups zu etablieren. Der Schwerpunkt dieser Allianz liegt auf der Förderung von translationaler Forschung und der Verbesserung der Patientenversorgung.
In Reaktion auf den Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen gingen insgesamt 19 Bewerbungen bei der Charité ein, wovon schließlich 10 Projekte ausgewählt wurden. Bis Ende Juni hatten die ausgewählten Startups Gelegenheit, ihre Anträge einzureichen. Nach einer sorgfältigen Prüfung durch die IIA erfolgte Ende September die Bekanntgabe der förderfähigen Projekte.
Folgende Unternehmen können unterstützt werden:
1. Agado Live: Dieses Projekt untersucht eine Bewegungstherapie bei Multipler Sklerose (PI: Prof. Stefan Gold und Prof. Friedemann Paul),
2. Curespec: Dieses Projekt widmet sich der Therapie mit einem innovativen Medizinprodukt zur Senkung des Bluthochdrucks, Verbesserung der Nierenfunktion und damit Verzögerung des Beginns der Dialyse (PI: Prof. Markus van der Giet),
3. Minovia Therapeutics Ltd.: Dieses Projekt hat seinen Fokus im Bereich Zelltherapie und Mitochondrien (PI: Dr. Dr. Leif S. Ludwig).
Diese Finanzzusagen verdeutlichen eindrucksvoll das enorme Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland. Auch für die Projekte, die keine Förderung erhalten haben, ist eine zukünftige Zusammenarbeit mit der Charité außerhalb des IIA-Projekts angestrebt.
Bedauerlicherweise wurde der Förderaufruf durch die jüngsten Ereignisse in Israel überschattet, was möglicherweise zu Verzögerungen in den Projekten führen könnte. Wir bekräftigen unser uneingeschränktes Engagement und unsere Unterstützung, um gemeinsam die Herausforderungen zu bewältigen und die vielversprechenden Projekte voranzutreiben.
In den kommenden Monaten werden die Vertragsentwürfe und die detaillierte Projektplanung für die geförderten Vorhaben intensiv bearbeitet, mit dem Ziel, die Verträge bis Ende dieses Jahres abzuschließen.