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Hintergrund

Im Zusammenhang mit der Replikationskrise gilt die Verwendung eines elektronischen Laborbuches (ELN) als wirksame Maßnahme zur Stärkung von Open Science (OS) und Responsible Research & Innovation (RRI). Denn im ELN können Forschungsabläufe und -beobachtungen direkt mit Forschungsdaten verknüpft werden. Dies kann die Transparenz von Forschungsprozessen erhöhen sowie die Koproduktion von Wissen und den Wissenstransfer erleichtern [1]. Deshalb startete das BIH QUEST Center for Responsible Research im November 2017 die Implementierung von ELN an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, einer der größten Universitätskliniken Europas. Im Rahmen des Unterstützungsprogramms zur ELN-Implementierung stellt die Charité Forscher:innen ELN-Softwarelizenzen zur Verfügung. Zusätzlich bietet das BIH QUEST Center ELN-Schulungen und Support an.

Zielsetzung

In dem vom BMBF geförderten Projekt führt das BIH QUEST Center gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine partizipative, wirkungsorientierte Evaluierungsstudie [2, 3] zur ELN-Einführung an der Charité durch, die folgende Evaluationsfragen adressiert:

  • Inwieweit erfüllt das ELN die Erwartungen der Forscher:innen an der Charité?
  • Wie bewerten die Forscher:innen die Qualität des ELN-Einführungsprozesses?
  • Inwieweit verbessert der Einsatz von ELN die Dokumentation von Forschungsprozessen?
  • Inwieweit trägt der Einsatz von ELN zu einem transparenteren und kooperativeren Laboralltag bei?
  • Inwieweit unterstützt der Einsatz von ELN ein transparentes Management von Forschungsprozessen?

Die erste Phase der Evaluierung ist darauf ausgerichtet, das Unterstützungsprogramm zur ELN-Implementierung besser an die Bedarfe und Erfordernisse der Forscher:innen anzupassen. Ziel der zweiten Evaluierungsphase ist die Bewertung des Wertes und Nutzens der Einführung von ELN an der Charité, insbesondere des Beitrages zur Verbesserung der Transparenz in der Dokumentation und dem Management von Forschungsprozessen und Forschungsdaten.

Methodik

In RE-PLACE verwenden wir ‚Mixed & multi methods‘-Ansätze [4, 5]. Sie basieren auf vordefinierten Evaluierungskriterien und Indikatoren, die in QUEST’s Monitoring & Evaluierungssystem COMPASS eingebettet sind.

Literatur

[1] Gerlach, B. et al. (2019) doi.org/10.1007/164_2019_287

[2] Bryson, J.M. et al. (2010) doi.org/10.1016/j.evalprogplan.2010.07.001

[3] Gerstler, P.J. et al. (2016) doi.org/10.1596/978-1-4648-0779-4

[4] Tashakkori, A. & Teddlie, C. (2010) doi.org/10.4135/9781506335193

[5] Goertz, G. (2018) doi.org/10.1515/srsr-2018-0081

Erwartete Ergebnisse / Implikationen / Perspektiven

  • Datenerhebungsinstrumente (Fragebögen, Interview-Leitfäden)
  • Evaluationsdaten, Bericht und Empfehlungen für die Programmentwicklung

Publikationen & Downloads

Wetzel, C. et al. (2020) doi.org/10.36197/DUZOPEN.021

Wetzel, C. et al. (2022) doi.org/10.14512/tatup.31.1.35

Poster: RE-PLACE | LESSONS LEARNED FROM ELN TRAINING INTERVENTIONS 

Logo BMBF

Dr. rer. nat. Christiane Wetzel

Verbund-/Projektleiterin RE-PLACE | Projektteam Leiter QUEST Programmevaluation

Kontaktinformationen
Telefon:+49 30 450 543 668
E-Mail:christiane.wetzel@bih-charite.de