Corona/COVID-19: Aktivitäten des BIH

Das Berlin Institute of Health (BIH) hat zusammen mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin ein interdisziplinäres Studienprogramm aus einer Reihe von grundlagenwissenschaftlichen und auch klinischen Studien aufgesetzt, die das Wissen um das neue Coronavirus und seine gesundheitlichen Folgen sowie Therapieoptionen schnellstmöglich erweitern sollen. Mit modernsten Methoden – wie Massenspektrometrie, Einzelzell-Sequenzierung und Immuncharakterisierung im Hochdurchsatz – wird beispielsweise untersucht, welche Veränderungen SARS-CoV-2 im Körper hervorruft. Ebenso beleuchten die Forschungsprojekte die Rolle von Herz und Immunsystem für den Verlauf der Krankheit. Auch mögliche Folgeschäden und ihre Verhinderung stehen im Fokus der Studien. Nicht zuletzt wird eine Reihe von Therapieoptionen geprüft.

Professor Axel R. Pries, Vorstandsvorsitzender (interim) des BIH und Dekan der Charité: „Es ist unsere Aufgabe als Forscherinnen und Forscher, angesichts dieser globalen Bedrohung durch das SARS-CoV-2 Virus unser gesamtes Know-How dafür einzusetzen, das Virus und seine Strategien zur Infektion sowie die Krankheitsverläufe von COVID-19 Patienten zu verstehen. Nur so werden wir Hochrisikopatienten besser identifizieren und neue Therapien sowie Impfstoffe entwickeln können. Jeder Beitrag ist wichtig auf diesem Weg.“

Um die Erforschung von SARS-CoV-2 und COVID-19 an der Charité und dem BIH bestmöglich zu fördern, koordiniert das neu eingerichtete Charité/BIH COVID-19 Research Board alle Forschungsprojekte. Besetzt mit Expert*innen verschiedenster Fachbereiche zielt es darauf ab, Synergien zu fördern, die Nutzung von knappem Biomaterial möglichst effizient zu gestalten und den gemeinsamen Zugriff auf Technologien zu ermöglichen. 

Hier informieren wir Sie fortlaufend über aktuelle Entwicklungen zu SARS-CoV-2 / COVID-19 und die Aktivitäten des Berlin Institute of Health.

Weitere Informationen auch zu politischen Maßnahmen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesministerium für Gesundheit sowie der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.


27. Mai 2020

Ulrich Dirnagl über Forschung in der COVID19-Pandemie: "Wissenschaft ist organisierte Skepsis"

"Momentan führen die Preprints uns und den wissen­schaftlichen Laien ganz praktisch vor, dass Wissenschaft keine endgültigen Wahrheiten in Form von Publikationen liefert; dass Wissenschaft vielmehr schwierig ist – organisierte Skepsis eben –, dass sie Fehler macht, immer in Bewegung ist, ihre eigenen Ergebnisse jederzeit in Frage stellt und diese revidiert, sobald Fehler aufgedeckt sind oder bessere Evidenz vorhanden ist. All dies zeigen uns die Preprints gerade überdeutlich, auch wenn es natürlich genauso für begutachtete Artikel und Lehrbücher gilt."

In seiner aktuellen Kolumne auf www.laborjournal.de schreibt Ulrich Dirnagl, Direktor des BIH QUEST Center, warum die "organisierte Skepsis" gerade die Stärke der Wissenschaft ist und was wir daraus lernen können, dass selbst große Verfechter einer besseren Qualität in der biomedizinischen Forschung wie John Ioannidis Fehler machen.

Zum Artikel im Laborjournal


26. Mai 2020

Deutschlandweite Standards für Corona-Daten

In ganz Deutschland erforschen Wissenschaftler*innen das neue Corona-Virus Sars CoV-2 und die von ihm hervorgerufene Krankheit COVID-19. Wichtig ist nun, dass die Ergebnisse zusammengeführt und gemeinsam genutzt werden können. Daher haben sich Akteure aus allen Sparten des Gesundheitswesens zur cocos-Initiative (Corona Component Standards) zusammengeschlossen. Auch Vertreter*innen aus dem Berlin Institute of Health (BIH) waren in leitender Funktion beteiligt. Ziel der Initiative ist es, einheitliche Datenformate und Standards für COVID19 und SarsCoV2-bezogene Daten zu etablieren. Für das Nationale Netzwerk gegen Covid-19 wurde ein Kerndatensatz (German Corona Consensus; GECCO) zwischen den Universitätsklinika vereinbart.

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27. April 2020

Prognose zum Verlauf der Pandemie

Seit dem 24. April 2020 hat die interdisziplinäre Gruppe „Steuerungs-Prognose von intensivmedizinischen COVID-19-Kapazitäten (SPoCK)“ unter der Leitung der Deutschen Interdisziplinären Ver­ei­nigung für In­tensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und des Robert-Koch-Instituts (RKI) ihre Arbeit aufgenommen. Die Gruppe soll ab Mitte Mai über die kommenden zwei Jahre täglich Vorhersagen des weiteren Ver­laufs von intensivmedizinisch zu behandelnden COVID-19-Patienten auf lokaler, überre­gio­naler wie auch europäischer Ebene öffentlich bereitstellen. Diese Vorhersagen könn­en dann von Entscheidungsträgern im öffentlichen Gesundheitsbereich zur Steue­rung der Pandemie genutzt werden. Professorin Sylvia Thun, Direktorin der Core Unit für Interoperabilität am BIH, leitet in dieser Gruppe das Arbeitspaket für Interoperabilität.


27. April 2020

Eine warme Mahlzeit für die Held*innen

Dr. Elise Siegert, Teilnehmerin des BIH Clinician Scientist Programms von Berlin Institute of Health und Charité, hat ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, mit dem das Personal in den Rettungsstellen und Intensivstationen der Charité während der COVID-Pandemie täglich eine kostenlose Mahlzeit erhält. Bereits nach einem Monat kamen so über 50.000 Euro zusammen.

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24. April 2020

Sex, Gender und COVID-19

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie besteht die dringende Notwendigkeit, die Sex- und Genderunterschiede besser zu verstehen. Daten aus verschiedenen Ländern, die nach Geschlecht disaggregierte Zahlen vorlegen, zeigen, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise von der Pandemie betroffen sind. Es ist immer noch unklar, ob Frauen oder Männer häufiger infiziert sind, aber aus den Ländern, die nach Geschlecht aufgeschlüsselte Daten vorlegen, wissen wir, dass Männer häufiger sterben und schwerere Symptome entwickeln. Frauen hingegen sind von der enormen Belastung durch die Pflegearbeit während der Pandemie viel stärker betroffen, stellen einen größeren Anteil des medizinischen Personals und werden häufiger Opfer häuslicher Gewalt.

Informationen zu Sex, Gender und COVID-19


20. April 2020

BIH-Professor Christian Drosten erhält Preis für herausragende Wissenschaftskommunikation

Prof. Dr. Christian Drosten, BIH-Professor und Direktor des Instituts für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, hat den „Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der COVID-19-Pandemie“ erhalten. Der Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes ist mit 50.000 Euro dotiert.

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7. April 2020

Studie: Welche Zellen befällt das Coronavirus?

Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health (BIH), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Thoraxklinik des Universitätsklinikums Heidelberg haben untersucht, welche Zellen in der Lunge und in den Bronchien vom Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert werden können. Demnach wird der Rezeptor für dieses Coronavirus vermehrt in bestimmten Vorläuferzellen exprimiert. Mit dem Wissen können Forscher*innen und Ärzt*innen zielgerichtete Therapien entwickeln. Die Ergebnisse haben die Wissenschaftler*innen soeben in der Fachzeitschrift EMBO Journal veröffentlicht.

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31. März 2020

BIH und Charité gemeinsam gegen das Virus: Digital Clinician Scientist programmiert Corona-App

Kürzlich berichtete die Charité über eine neue App, mit der Anwender*innen einen Fragebogen beantworten, ihr persönliches Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ermitteln und die Prozesse im Klinikum durch Einscannen der Antworten beschleunigen können. Programmiert wurde die App von einem Teilnehmer der BIH Academy: Seit etwa einem Jahr bietet das Berlin Institute of Health (BIH) in seiner BIH Academy das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte „Digital Clinician Scientist Programm“ an.

Weitere Informationen zur Corona-App und der BIH Acadamy


27. März 2020

Machen Sie das Beste aus der Corona-Pause: Kurse, Tools und andere Ressourcen

Auf der ganzen Welt sind viele Wissenschaftler*innen derzeit in der Isolation und können nicht mehr im Labor forschen. Dies könnte jedoch eine Gelegenheit sein, seinen beruflichen und wissenschaftlichen Horizont zu erweitern. Das QUEST Center hat eine Liste von Ressourcen erstellt, mit denen Sie diese seltsame und herausfordernde Zeit optimal nutzen und die Qualität Ihrer Forschung in Zukunft verbessern können.

Hier geht es zur Liste der Kurse und Tools


25. März 2020

Koordinierte Begleitforschung zu den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gefordert

Das BIH QUEST Center fordert gemeinsam mit dem Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. und der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (AEM), möglichst schnell und transparent zu klären, ob die Maßnahmen zur Eindämmung der Sars-CoV-2-Pandemie wie Schulschließungen oder Kontaktsperren die erwünschte Wirksamkeit zeigen und zugleich die zahlreichen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen „Nebenwirkungen“ rechtfertigen. Die Partner starten einen Aufruf, in einer „COVID-19-Evidenz“-Taskforce darüber zu diskutieren, wie eine professionelle Priorisierung, Koordinierung und Kommunikation der Forschung über die getroffenen Maßnahmen erfolgen könnte. Ihren Aufruf haben die Wissenschaftler*innen  hier veröffentlicht.  


22. März 2020

Berliner Senat beschließt weitgehende Kontaktbeschränkungen

Der Berliner Senat setzt die gemeinsam von Bund und Ländern getroffenen Regelungen für ein bundesweit einheitliches Vorgehen um und legt eine Beschränkung von persönlichen Kontakten fest. Demnach müssen sich Bürger*innen grundsätzlich in ihrer Wohnung oder Unterkunft aufhalten.

Zum Verlassen müssen bestimmte Gründe vorliegen. Dazu gehören unter anderem:

  • Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten
  • Besuch von Ärztinnen/Ärzten
  • Besorgungen des persönlichen Bedarfs sowie der Besuch bei alten und kranken Menschen.
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft
  • Arbeit im Schrebergarten
  • Spaziergang mit Tieren
  • Wahrnehmung von erforderlichen Terminen bei Behörden, Gerichten usw.
  • Einkehr in Gebäuden der Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften

Die Kontaktbeschränkung tritt am 23. März 2020 in Kraft und gilt bis zum 5. April 2020.

Bei jeglichem Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft ist – soweit möglich – ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.

Mehr Informationen lesen Sie in der Pressemitteilung der Berliner Senatskanzlei.


19. März 2020

Präsenznotbetrieb an Hochschulen und außeruniversitäten Forschungseinrichtungen

Der Betrieb an den Berliner Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird ab Freitag, den 20. März 2020, Dienstschluss, bis auf weiteres auf einen Präsenznotbetrieb beschränkt.

Ausgenommen sind die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die angemessene Maßnahmen im Hinblick auf ihre Aufgaben festlegt, sowie Projekte von außeruniversitären Einrichtungen, die in Zusammenhang mit der Erforschung des Coronavirus stehen.

Mehr Informationen lesen Sie in der Pressemitteilung der Senatskanzlei - Wissenschaft und Forschung.


18. März 2020

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin braucht Unterstützung

Die Berlier Charité sucht approbierte Ärzt*innen und examinierte Pfleger*innen! Kontaktieren Sie die die Charité über folgende zentrale E-Mail-Adressen:


14. März 2020

Veranstaltungen ab 50 Teilnehmer*innen untersagt

Der Berliner Senat hat am 14. März 2020 beschlossen, dass in Berlin ab sofort alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern untersagt sind.

Für öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen bis 50 Personen muss der Veranstalter eine Anwesenheitsliste führen, die Name, Adresse, Anschrift und Telefonnummer enthält. Diese Liste muss mindestens vier Wochen aufbewahrt werden und auf Verlangen des Gesundheitsamtes vollständig ausgehändigt werden.

Mehr Informationen lesen Sie in der Pressemitteilung der Berliner Senatskanzlei